Sieben Tote, kaltblütig hingerichtet in einer Garage – das Massaker am St. Valentinstag 1929 markiert den blutigen Höhepunkt der jahrelangen Kämpfe um die Vormachtstellung zwischen verfeindeten Gangstersyndikaten in Chicago. Der Auftraggeber scheint festzustehen, das eigentliche Ziel des Anschlags ebenso. Aber die Täter sind bis heute unbekannt geblieben.
Das Heulen von Highball
Es war kurz nach halb elf am Morgen des 14. Februar 1929, als lautes Hundegeheul die North Clark Street im Chicagoer Stadtteil Lincoln Park erfüllte. Mrs. Landesman beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen. Das Heulen kam aus einer Garage gegenüber ihres Hauses.
Sie hatte dort in letzter Zeit häufiger einen Automechaniker gesehen. Der Mann besaß einen Hund. Vielleicht hatte der Mechaniker einen Arbeitsunfall erlitten und der Hund veranstaltete deshalb solch einen Lärm.
Als Mrs. Landesman vorsichtig die Werkstatt 2122 North Clark Street betrat, entdeckte sie tatsächlich den Deutschen Schäferhund des Mechanikers. Er war mit einem Seil an einem Lkw festgebunden und zerrte verzweifelt an der Leine. Doch »Highball«, wie der Hund hieß, war nicht etwa sauer, weil man ihn angebunden hatte.
Mrs. Landesman bemerkte schnell den eigentlichen Grund für sein auffälliges Verhalten. Am anderen Ende der Werkstatt lagen sieben Männer am Boden. Um sie herum breiteten sich Blutlachen aus. Mrs. Landesman lief schreiend aus der Garage auf die Straße.
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Die Toten vom Valentinstag 1929
Schweigen bis in den Tod
Die herbeigerufene Polizei stellte rasch fest, dass nicht alle sieben Männer tot waren. Frank Gusenberg atmete noch und war bei Bewusstsein. Der Schwerverletzte war den Beamten bekannt. Er arbeitete als Schutzgeldeintreiber für George »Bugs« Moran, den Gangsterboss der North Side.

Doch als die Polizisten Gusenberg fragten, wer auf ihn und die anderen geschossen hatte, antwortete dieser nur: »Auf mich hat niemand geschossen.« Ein beachtlicher Satz angesichts der Tatsache, dass die Ärzte später 14 Kugeln in seinem Leib zählten.
Drei Stunden später erlag Frank Gusenberg in der Klinik seinen lebensgefährlichen Schussverletzungen. Er hatte keinerlei Einzelheiten preisgegeben, was sich in der Garage in der North Clark Street an diesem Morgen zugetragen hatte.
So war der einzige Überlebende des Valentinstag-Massaker ein Deutscher Schäferhund namens »Highball«. Der half den Polizisten als Zeuge allerdings auch nicht weiter.
Die Opfer des Sankt Valentinstag-Massaker
Zumindest gelang es den Ermittlern zügig, die Identität der sieben Opfer zu klären. Neben Frank Gusenberg befand sich auch sein Bruder Peter unter den Toten. Auch er war als Geldeintreiber für die Moran-Bande tätig und durch seinen älteren Bruder ins Gewerbe gekommen. Die Gusenberg-Brüder waren übrigens Nachfahren deutscher Auswanderer aus der kleinen Ortschaft Gusenburg im rheinland-pfälzischen Landkreis Trier-Saarburg.

Zwei weitere Opfer deuteten für die Polizisten darauf hin, dass es sich bei dem Verbrechen womöglich um einen gezielten Anschlag gegen die Moran-Bande gehandelt hatte. Denn neben den Gusenberg-Brüdern lagen Adam Heyer, der Buchhalter des Verbrecherkartells, und Albert Kachellek alias »James Clark«, der als rechte Hand von George Moran galt.


Opfer Nummer fünf und sechs unterhielten zumindest enge Kontakte zu »Bugs« Moran und seiner Bande. Reinhardt Schwimmer gab sich gerne als Augenarzt aus, war in Wirklichkeit jedoch ein Optiker ohne jegliche medizinische Ausbildung.
Er hatte sein Geschäft aufgrund seiner Spielsucht und einer Schwäche für Pferderennen aufgegeben. Er verdiente sich sein Spielgeld, indem er mit der Moran-Gang Geschäfte machte. Albert Weinshenker wiederum war Geschäftsführer mehrerer Waschsalons und Reinigungen, die George Moran gehörten.
Das letzte Opfer war John May, der Automechaniker und Besitzer von »Highball«. May war kein Bandenmitglied, sondern arbeitete nur gelegentlich für Moran. Er war zwar bemüht, sich aus kriminellen Machenschaften herauszuhalten. Doch zu Hause warteten eine Frau und sieben hungrige Kinder auf ihn. Wenn das Geld knapp wurde – was häufig passierte -, reparierte er Morans Schmuggellaster oder spachtelte die Einschusslöcher in den Gangster-Limousinen zu.

Tatablauf des Valentinstag-Massaker
Anhand der Befragungen von Nachbarn konnten die Ermittler einen ungefähren Tatablauf rekonstruieren. Gegen 10.30 Uhr war ein Cadillac vor dem Eingang des Lagerhauses vorgefahren. Vier Männer waren ausgestiegen. Zwei von ihnen trugen Polizeiuniformen, die anderen beiden waren mit Anzügen, Krawatten, Mänteln und Hüten gekleidet.
Die beiden uniformierten Männer hielten Schrotflinten in Händen und bewegten sich zum Hintereingang des Gebäudes. Ihre Begleiter warteten derweil draußen. Im Innern musste es den vermeintlichen Polizisten gelungen sein, die Opfer mit vorgehaltener Waffe zu überrumpeln.
Die sieben Männer waren vermutlich davon ausgegangen, dass es sich um eine Razzia handelte. Entsprechend leisteten sie dem Befehl Folge, sich vor der hinteren Mauer der Werkstatt mit dem Gesicht zur Wand aufzustellen.
Erst danach betraten die Täter in Zivilkleidung das Gebäude. Wer letztlich geschossen hatte, konnte die Polizei nicht beantworten. Die Mörder hatten auf jeden Fall zwei Maschinenpistolen benutzt, mit denen sie ihre wehrlosen Opfer regelrecht niedermähten.
Sie schossen selbst noch, als die Männer bereits in ihrem Blut am Boden lagen. Danach hatte mindestens einer der Täter noch zwei Schüsse aus einer Schrotflinte abgegeben, die John May und Albert Kachellek nahezu die Gesichter wegrissen.
Anschließend ereignete sich noch eine Scharade, die den Ermittlern vor Augen hielt, wie minutiös dieses Verbrechen offensichtlich geplant war. Um etwaige Zeugen zu beruhigen, die die Schüsse gehört hatten, traten die beiden Täter in Straßenkleidung mit erhobenen Händen vor die Tür. Hinter ihnen folgten die angeblichen Polizeibeamten mit den Waffen im Anschlag.
Für zufällige Beobachter sah es so aus, als habe ein kurzer Schusswechsel mit der Verhaftung der Übeltäter geendet. Aber wer und was steckte in Wirklichkeit hinter diesem grauenhaften Blutbad?
[nextpage title=“Hintergründe eines Massakers“]
Mieter des Gebäudes in der North Clark Street war offiziell das Umzugsunternehmen »S.M.C. Cartage«. In Wahrheit handelte es sich dabei um eine Scheinfirma von George Moran. Er nutzte das Gebäude als Lagerhaus für geschmuggelten Schnaps und als Werkstatt für seine Fahrzeugflotte. War hier also bloß ein illegales Geschäft aus dem Ruder gelaufen?
Bugs Moran entkommt
Die Polizei hatte von Anfang an Zweifel daran. Dazu passte nicht, dass die Täter so planvoll vorgegangen waren. Vor allen Dingen waren sie ohne jegliche Beute abgezogen. Die Ermittler mutmaßten stattdessen, dass George »Bugs« Moran das eigentliche Ziel des Anschlags gewesen war, der sich nur durch Zufall nicht unter den Opfern befand.
Denn George Moran sollte am Morgen des Valentinstags eigentlich ebenfalls am Tatort erscheinen. Doch er hatte sein Zimmer im »Parkway Hotel« mit Verspätung verlassen. Er begab sich gemeinsam mit Ted Newberry, einem seiner Schläger, auf den Weg.
Als die beiden sich der Rückseite des Gebäudes näherten, sahen sie einen Wagen vorfahren, aus dem unter anderem zwei Polizisten ausstiegen. Moran und Newberry machten auf dem Absatz kehrt und suchten in einer nahe gelegenen Kaffeebude Unterschlupf. Auf dem Weg dorthin trafen sie auf ein weiteres Bandenmitglied: Henry Gusenberg, der jüngere Bruder der beiden Mordopfer.
Willie Marks, ebenfalls Mitglied der Gang, steuerte zur gleichen Zeit das Lagerhaus aus anderer Richtung an. Auch er bemerkte rechtzeitig die angeblichen Polizeibeamten. Er versteckte sich in einem Hauseingang und notierte sich das Kennzeichen des Wagens, bevor er sich verdrückte.
Wer profitiert?
Die Täter hatten vermutlich Albert Weinshenker mit George Moran verwechselt. Weinshenker hatte die gleiche Größe und eine ähnliche Statur wie der Gangsterboss. Außerdem waren die beiden an diesem Morgen fast identisch gekleidet. Sie trugen Mäntel und Hüte in den gleichen Farben.
Wenn auch noch Moran, Newberry, Marks und Henry Gusenberg dem Anschlag zum Opfer gefallen wären, wäre die Moran-Gang Geschichte gewesen. Deshalb fragten sich die Ermittlungsbeamten, wer hierfür ein Motiv haben könnte. Es gab nur eine Antwort auf diese Frage: Al Capone.
Erbitterte Todfeinde
Moran war der letzte verbliebene Rivale von Capone um die kriminelle Vorherrschaft in der Stadt, nachdem der Gangsterboss von der South Side in den Jahren zuvor seine Konkurrenten Dion O‘Banion und Hymie Weiss aus dem Weg geräumt hatte. Und »Bugs« Moran und Al Capone waren mehr als nur Gegenspieler. Sie waren erbitterte Todfeinde.

Moran hatte sich eine Hunderennbahn in einer Vorstadt von Chicago unter den Nagel gerissen, die eigentlich Capone gehörte. Moran hatte mehrere Kneipe übernommen, in denen zuvor Capone abkassiert hatte. Moran hatte behauptet, sie befänden sich auf seinem Territorium.
Die Opfer Frank und Peter Gusenberg hatten zudem Anfang des Jahres einen gescheiterten Mordanschlag auf Jack McGurn unternommen, Capones rechte Hand. Die North Side Gang war ebenso in die Ermordung von Pasqualino »Patsy« Lolordo und Antonio »die Geißel« Lombardo verstrickt. Beide gehörten dem Vorstand der Unione Siciliana an, einer von der Mafia unterwanderten Organisation. Sie waren Verbündete von Capone.
Und Moran hatte mindestens zwei Anschläge auf Capone höchstpersönlich in Auftrag gegeben. Vermutlich hatte es ihm Capone nun mit gleicher Münze zurückzahlen wollen.
Der Strohmann
Aber wie war es Capone gelungen, seinen Konkurrenten an den Tatort zu locken? Die gängige Theorie lautet, dass es einen Strohmann gab, der »Bugs« Moran ein lukratives Angebot unterbreitet hatte.
Vermutlich hatte der Strohman Moran eine Lieferung gestohlenen und dadurch billigen Whiskeys versprochen, der aus den Beständen der Purple Gang aus Detroit stammte. Moran war mit dieser Bande verfeindet, weil sie zum einen Verbündete von Capone waren. Zum anderen klaute er selbst regelmäßig ihren Schnaps.
Ungereimtheiten
Dennoch überzeugte diese Theorie nicht alle Ermittler und Historiker, die sich später mit dem Fall beschäftigten. Warum waren so viele hochrangige Bandenmitglieder zum Treffen erschienen? Das war völlig ungewöhnlich. Schließlich wurde nur eine Ladung Schnaps umgeladen.
Außerdem trugen alle Opfer feinste Anzüge. So sah zwar der Gangster-Chic jener Jahre aus. Doch für das Umladen einiger verstaubter Kisten war es wohl kaum die passende Kleidung. Außerdem existierten Hinweise, dass die Gusenberg-Brüder an diesem Tag mit zwei leeren Lkws nach Detroit aufbrechen sollten, um dort gestohlenen kanadischen Whiskey abzuholen.
Mit anderen Worten: Das vermeintliche Geschäft mit dem geklauten Alkohol war möglicherweise nicht der Grund, warum sich die Männer an diesem Morgen im Lagerhaus in der North Clark Street versammelten. Aber unter welchem Vorwand war es Al Capone dann gelungen, Moran an den Tatort zu locken?
Es sollte nicht die einzige offene Frage bleiben. Ebenso ein Rätsel ist bis heute, wer die Mörder des Valentinstag-Massakers waren. Darüber gibt es meist nur Spekulationen und Gerüchte – aber auch eine handfeste Spur.
[nextpage title=“Fred »Killer« Burke“]
Die Polizei wusste, dass Bugs Moran in der Vergangenheit Detroiter Schnapslieferungen von Capone gekapert hatte. Deshalb konzentrierten die Beamten ihre Ermittlungen zunächst auf die Purple Gang aus Detroit. Zwei Zeuginnen aus der North Clark Street, die eine Pension betrieben, hatten den Ermittlern nämlich von einigen verdächtigen Mietern erzählt. Sie hatten in den Tagen und Wochen vor dem Verbrechen bei den Damen Quartier bezogen.
Die Polizisten zeigten Mrs. Doody und Mrs. Orvidson mehrere Fotos von Bandenmitgliedern der Purple Gang. Die Pensionsinhaberinnen identifizierten darauf Eddie Fletcher und die Brüder Harry und Philip Keywell.


Ein ausgebranntes Autowrack
Die Beamten verhörten die Verdächtigen. Doch die Männer schwiegen. Weitere Beweise tauchten nicht gegen sie auf. Und schließlich zogen die Zeuginnen ihre Aussagen wieder zurück. Die Polizei musste die Burschen wohl oder übel laufen lassen.
Am 22. Februar 1929, acht Tage nach den Morden, wurde die Polizei von Chicago zu einem Brand in der Wood Street gerufen. Dort brannte eine Garage lichterloh. Eine komplett ausgeschlachtete Cadillac-Limousine Baujahr 1927 war Opfer der Flammen geworden. Vermutlich handelte es sich um einen der Wagen, den die Attentäter benutzt hatten. Den Beamten gelang es, die Motornummer bis zu einem Händler auf der Michigan Avenue zurückverfolgen.
Die Garage existiert noch. Sie befindet sich in dieser rückwärtigen Gasse der Wood Street.
Der Autohändler hatte den Wagen an einen gewissen James Morton aus Los Angeles verkauft. Die Garage hatte ein gewisser Frank Rogers angemietet. Die Überprüfungen der Namen James Morton und Frank Rogers ergab nichts. Offensichtlich hatten die Männer Falschnamen benutzt. Doch die Adresse, die der angebliche Frank Rogers angegeben hatte – 1859 West North Avenue -, entpuppte sich als interessante Spur.
Dabei handelte es sich nämlich um die Anschrift des »Circus Café«, dessen Inhaber Claude Maddox war. Maddox war ein ehemaliger Gangster aus St. Louis, der in Verbindung mit Capones Organisation, der Purple Gang und den Egan‘s Rats aus St. Louis stand.
An dieser Kreuzung befand sich früher das Circus Café, aus dem die gleichnamige Gang operierte.
Der Täter mit der Zahnlücke
Der Polizei lagen zudem zwei Zeugenaussagen vor, die einen der Mörder beschrieben. Nur wenige Minuten vor dem Verbrechen war der Lastkraftfahrer Elmer Lewis einen Block vom Tatort entfernt in die North Clark Street eingebogen. Dabei war er an einem Wagen vorbeigeschrammt, der am Rand parkte.
Lewis hatte sofort angehalten und war zu dem beschädigten Fahrzeug gegangen. Doch auf dem Fahrersitz saß ein uniformierter Polizeibeamter, der ihn gleich wieder verscheuchte. Bei dieser Gelegenheit konnte Lewis das Gesicht des Polizisten erkennen. Ihm fiel auf, das dem Mann ein Schneidezahn fehlte.
H. Wallace Caldwell, Vorsitzender des städtischen Erziehungsausschusses, hatte den Verkehrsunfall beobachtet. Auch ihm hatte sich die auffällige Zahnlücke des Fahrers eingeprägt. Der Polizei war ein Mann aus dem Dunstkreis von Al Capone bekannt, auf den diese Beschreibung passte: Fred »Killer« Burke, ehemaliges Mitglied der Egan‘s Rats aus St. Louis.

Von Fred Burke und seinem Komplizen James Ray war zudem bekannt, dass sie sich häufiger mit Polizeiuniformen verkleideten, wenn sie ihre Raubüberfälle begingen. Burke war jedoch seit geraumer Zeit untergetaucht. In Ohio existierte gegen ihn ein Haftbefehl wegen Mord und Raub.
Weitere Verdächtige
Die Ermittler gingen auch weiteren Spuren nach. So kam der Verdacht auf, dass Joseph Lolardo möglicherweise zu den Tätern zählte. Die Moran-Gang hatte einen Monat zuvor seinen Bruder Pasqualino getötet.

Außerdem ermittelten die Beamten gegen Mitglieder von Capones Bande. Im Frühjahr 1929 gaben die Behörden bekannt, dass sie nun Frank Rio, Jack »Machin Gun« McGurn, John Scalise und Albert Anselmi der Tat verdächtigten. Frank Rio war ein Leibwächter von Al Capone, McGurn Capones Stellvertreter und Scalise sowie Anselmi zwei Auftragskiller, die häufiger für das Chicago Outfit gearbeitet hatten.
Doch Jack McGurn konnte ein »blondes Alibi« vorweisen, wie es die Zeitungen nannten. Er war am Tattag mit seiner Freundin Louise Rolfe in einem Hotel außerhalb der Stadt abgestiegen. Kurz darauf heiratete McGurn seine Geliebte. Sie musste nun vor Gericht nicht mehr gegen ihren frisch angetrauten Ehemann aussagen.
Tod zweier Auftragskiller
Die Ermittlungen erlebten am 8. Mai 1929 ihren nächsten Tiefschlag. Auf einer einsamen Straße nahe Hammond in Indiana fand man die Leichen von Anselmi, Scalise und Joseph »die Kröte« Giunta. Die »Kröte« Giunta war in Chicago Vorsitzender der von der Mafia unterwanderten Unione Siciliana, Scalise kürzlich zu seinem Stellvertreter ernannt worden.

Wie sich herausstellte, hatte Al Capone die drei Toten im Verdacht gehabt, gegen ihn ein Mordkomplott zu schmieden. Nachdem Capone davon erfahren hatte, habe er angeblich ihnen zu Ehren ein Bankett veranstaltet. Auf dem Höhepunkt der Veranstaltung habe er sie dann eigenhändig mit einem Baseballschläger zu Tode geprügelt.
Vermutlich gehört diese Geschichte aber eher in den Kreis der Legenden, die sich um Capone ranken. Fakt ist: Die drei Leichen waren übel zugerichtet, doch sie wiesen darüber hinaus Schusswunden auf. Und selbst wenn Capone sie nicht persönlich umgebracht hatte, hatte er aller Wahrscheinlichkeit den Auftrag dazu erteilt.
Fahrerflucht
Die Untersuchung des Valentinstag-Massakers trat nach diesen weiteren Morden bis zum 14. Dezember 1929 auf der Stelle. In dieser Dezembernacht baute ein gewisser Frederick Dane in betrunkenem Zustand einen Auffahrunfall im Berrien County in Michigan und beging anschließend Fahrerflucht.
Der Streifenbeamte Charles Skalay nahm die Verfolgung auf und konnte Dane schließlich von der Straße abdrängen. Als Skalay aus seinem Wagen stieg, streckte Dane ihn mit drei Schüssen nieder. Die Polizei fand später den Wagen des flüchtigen Täters nahe der Stadt St. Joseph auf.
Eine Halterabfrage führte auf die Spur von Fred Dane. Doch als den Beamten das Foto jenes angeblichen Dane in die Hände fiel, bemerkten sie eine verblüffende Ähnlichkeit zu Fred »Killer« Burke, der landesweit zur Fahndung ausgeschrieben war.
Zwei Tatwaffen tauchen auf
Burke alias Dane hatte in St. Joseph einen Bungalow angemietet. Die Polizei durchsuchte das Haus. Sie entdeckten unter anderem einen großen Koffer, der rund 320.000 Dollar in Pfandbriefen enthielt. Die Papiere waren kürzlich bei einem Raubüberfall auf eine Bank in Wisconsin gestohlen worden. Außerdem lagen in dem Koffer noch mehrere schusssichere Westen, zwei Schrotflinten, Pistolen, zwei Maschinengewehre der Marke Thompson und mehrere Tausend Schuss Munition.
Die Behörden in St. Joseph informierten umgehend die Polizei von Chicago. Chicago war elektrisiert. Man bat die Kollegen in Michigan, die beiden Maschinengewehre mit den Seriennummern 2347 und 7580 so schnell wie möglich nach Illinois zu bringen. Der Bezirksstaatsanwalt des Berrien County setzte sich daraufhin höchstpersönlich ans Steuer und brachte die heiße Fracht zum Ballistikexperten Calvin Goddard.
Damals war die Ballistik noch eine relativ neue Disziplin der Forensik. Dennoch konnte Goddard anhand von Schusstests zweifelsfrei feststellen, dass die Täter mit beiden Maschinenpistolen während des Valentinstag-Massakers geschossen hatten.
Goddard hielt eine weitere Überraschung bereit. Mit einer der Waffen war zudem anderthalb Jahre zuvor der New Yorker Gangster Frankie Yale ermordet worden. Damit bestätigte sich indirekt eine Mutmaßung der New Yorker Polizei. Die dortigen Ermittler hatten Al Capone im Verdacht gehabt, der Drahtzieher dieses Anschlags gewesen zu sein.

Verschlungene Wege
Der ursprüngliche Besitzer der Maschinenpistole mit der Seriennummer 2347 hieß Les Farmer. Er hatte die Waffe am 12. November 1924 gekauft. Farmer war ein korrupter Hilfssheriff in Marion, Illinois, der zu mehreren Alkoholschmugglern und den Egan‘s Rats aus dem 160 Kilometer entfernten St. Louis in Kontakt stand.
Spätestens Anfang 1927 musste Farmer die Waffe an Fred Burke veräußert haben, der Mitglied der Egan‘s Rats war. Vermutlich hatte Burke dieselbe Waffe bereits in Detroit für das Milaflores-Massaker am 28. März 1927 eingesetzt.
Die Maschinenpistole mit der Seriennummer 7580 hatte hingegen in Chicago den Besitzer gewechselt. Dort hatte sie Peter von Frantzius, Inhaber eines Sportgeschäfts, an einen Victor Thompson verkauft, der das »Fox Hotel« in Elgin (Illinois) als Adresse angegeben hatte. Von hier geriet die Waffe in die Hände von James »Bozo« Shupe, einem Kleinganoven aus dem westlichen Chicago. Shupe unterhielt Kontakte zu mehreren Gangmitgliedern von Capone.
Sackgasse
Doch hier endeten die Ermittlungen der Polizei in einer Sackgasse. Sie konnte letztlich niemandem nachweisen, am Valentinstag den Abzug einer der beiden Thompson-Maschinenpistolen betätigt zu haben.
Fred »Killer« schnappte man über ein Jahr nach seiner Fahrerflucht auf einer Farm in Missouri. Burke wurde niemals der Morde in der North Clark Street angeklagt. Stattdessen konzentrierte sich die Staatsanwaltschaft auf den Mordfall Charles Skalay. Hier lagen den Ermittlern bessere Beweise vor, die zu einer Verurteilung reichten. Ein Gericht in Michigan schickte Burke schließlich lebenslänglich hinter Gittern, wo er 1940 verstarb.
Beide Tatwaffen – die Thompson-Maschinenpistolen 2347 und 7580 – existieren im Übrigen noch heute. Sie befinden sich mittlerweile im Besitz des Berrien County Sheriff‘s Department in St. Joseph, Michigan.
[nextpage title=“Die Enthüllungen von Byron Bolton“]
Am 8. Januar 1934 umstellten Agenten des FBI eine Wohnung in Chicago, die sich im Gebäude 3920 North Pine Grove befand. Sie hatten ein Tipp bekommen, dass sich dort einige Mitglieder der Barker-Gang verschanzt hatten.
Es folgte ein kurzer Schusswechsel, bei dem der Bankräuber Russell Gibson getötet wurde. Die übrigen Bewohner des Apartments ergaben sich schließlich den Beamten: Arthur »Doc« Barker, zwei Frauen und ein gewisser Byron Bolton.

Das Ende der Barker-Gang
Bolton war den Behörden bisher unbekannt, aber offensichtlich in kriminelle Machenschaften verstrickt. Während »Doc« Barker im Verhör eisern schwieg, redete Bolton wie ein Wasserfall. Bolton war früher einmal MG-Schütze bei der Marine gewesen und hatte später Geschäfte mit den Egan‘s Rats gemacht. Danach arbeitete er als Hausdiener und Handlanger für den Chicagoer Auftragskiller Fred Goetz alias George »Schrotflinte« Ziegler.

Bolton war in viele Verbrechen der Barker-Gang eingeweiht gewesen. Er verriet den FBI-Agenten sogar das aktuelle Versteck der noch flüchtigen Bandenmitglieder. Dort stöberte man eine Woche später tatsächlich Freddie und Ma Barker auf. Sie starben im Kugelhagel der Polizei.
Das FBI mauert
Zur Überraschung der FBI-Agenten endeten Boltons Geständnisse jedoch nicht an dieser Stelle. Er behauptete nämlich, dass ihm auch Details über die Hintergründe des Valentinstag-Massakers bekannt seien. Er selber habe daran zusammen mit Goetz, Fred Burke und verschiedenen anderen Personen mitgewirkt.
Das FBI war in diesem Fall nicht zuständig, was Grund genug für die Agenten war, die Informationen zurückzuhalten. J. Edgar Hoover lag zur damaligen Zeit mit so etwa allen Strafverfolgungsbehörden des Landes im Clinch. Der ehrgeizige Hoover wollte das FBI als führende Bundespolizei etablieren, der sich alle Behörden unterzuordnen hatten. Wenn die Polizei von Chicago einen Fall lösen wollte, sollte sie gefälligst selber Ermittlungen anstellen.
Doch irgendwie fanden Details aus Boltons Geständnis dennoch den Weg an die Öffentlichkeit. Eine Zeitung aus Chicago behauptete, das Valentinstag-Massaker sei weitestgehend gelöst, aber das FBI halte sein Wissen darüber unter Verschluss.
Planungen in der Jagdhütte
Aus den Puzzleteilen, die nach und nach bekannt wurden, ließ sich folgendes Bild zusammensetzen. Bolton hatte ausgesagt, dass der Plan zur Ermordung von »Bugs« Moran im Oktober oder November 1928 entstanden sei. Damals hätten sich mehrere Personen in einem Privathaus in Couderay (Wisconsin) versammelt, das Fred Goetz gehörte.

Zu den anwesenden Verschwörern zählten angeblich Al Capone, Frank Nitti, Fred Burke, Louis Campagna, Gus Winkler, William Pacelli, Daniel Serritella sowie Goetz und Bolton selbst. Die Männer hätten in dem Haus knapp drei Wochen verbracht und das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Zwischen dem eifrigen Pläneschmieden gingen die Ganoven ausgiebig jagen und fischen.
Byron Bolton behauptete, man habe ihn und Jimmy Moran als Kundschafter eingeteilt. Sie sollten die Garage von »S.M.C. Cartage« im Auge behalten. Es war verabredet, dass Bolton im »Circus Café« anrufen sollte, sobald Moran auf der Bildfläche auftauchte. Bedauerlicherweise sei ihm dabei eine Verwechslung unterlaufen, die ihm selber beinahe das Leben gekostet habe, als Capone davon erfuhr. Nur das Einschreiten von Fred Goetz habe ihn vor dem rasenden Capone bewahrt.
Glaubwürdigkeit
Etwas Glaubwürdigkeit bekam die Geschichte durch zwei Details. Claude Maddox und das »Circus Café« waren bereits zu einem früheren Zeitpunkt in den Fokus der Ermittlungen geraten. Der falsche Frank Rogers, der die Garage für das Fluchtfahrzeug angemietet hatte, hatte die Anschrift des Cafés als Wohnadresse angegeben. Zum anderen hatte die Polizei in dem Zimmer, in dem sich wahrscheinlich der Spähposten der Täter befunden hatte, tatsächlich einen Brief sichergestellt, der an einen Byron Bolton adressiert war.
Bolton wusste nicht mit hundertprozentiger Sicherheit zu sagen, wer letzten Endes beim Überfallteam dabei gewesen war. Er mutmaßte, dass die Gruppe aus Fred Burke, Gus Winkler, Fred Goetz, Bob Carey, Raymond »Crane Neck« Nugent und Claude Maddox bestanden hatte. Vier von ihnen waren die Schützen gewesen und zwei die Fluchtfahrer.

Bolton behauptete, er habe nur den Haupteingang des Lagerhauses überblicken können. Dort habe eine Cadillac-Limousine angehalten, der nur Männer in Zivilkleidung entstiegen seien. Diese Beobachtung passte zu anderen Zeugenaussagen, die gesehen haben wollten, wie sich die uniformierten Täter dem Gebäude von hinten angenähert hatten.
Ihren Wagen hätten sie in einer Seitengasse geparkt. Tatsächlich hatte die Polizei einige Tage nach dem Verbrechen eine Limousine der Marke Peerless in Maywood aufgefunden. In Wageninnern entdeckten sie ein Adressbuch, dass dem Mordopfer Albert Weinshenker gehörte. Besitzer des Hauses, vor dem die Peerless-Limousine abgestellt war, war Claude Maddox.
Laut Bolton seien die Killer davon ausgegangen, dass sich in dem Lagerhaus nur Moran und zwei oder drei seiner Leute aufhielten. Doch plötzlich hätten sie sich mit sieben Mann konfrontiert gesehen. Da hätten sie kurz entschlossen alle anwesenden Personen getötet, um keine Zeugen zu hinterlassen.
Damit blieb nach wie vor ein Rätsel, warum Moran so viele seiner Männer am Valentinstag zum Lagerhaus bestellt hatte. Denn offensichtlich wich dies vom ursprünglichen Plan der Täter ab.
Die »American Boys«
Alvin Karpis, Mitglied der Barker-Gang, bestätigte später in Teilen die Aussagen von Bolton. Karpis hatte zusammen mit Al Capone mehrere Jahre in Alcatraz gesessen. Capone persönlich habe ihm erzählt, dass Fred Goetz das Valentinstag-Massaker geplant habe.

Foto © FBI
Außerdem habe er sich einmal mit Raymond »Crane Neck« Nugent unterhalten, der ihm gesteckt habe, dass die Täter einer Gruppe namens »American Boys« angehörten. Die »American Boys« seien eine geheime Killer-Truppe des Chicago Outfit gewesen, denen Capone wöchentlich 2.000 Dollar plus Spesen gezahlt habe.

Über die Existenz der »American Boys« wusste man aus den Memoiren von Georgette Winkler, der Witwe von Gus Winkler. Georgette Winkler hatte dort enthüllt, dass ihr Mann und seine Freunde Teil dieser Spezialeinheit gewesen seien, die für Capone hoch riskante Aufträge erledigt hätten. Der Gangsterboss habe ihnen angeblich blind vertraut und ihnen selbst den Namen »American Boys« verpasst.
Trotz der Aussage von Byron Bolton unternahm weder das FBI noch eine andere Ermittlungsbehörde etwas in diesem Fall. Das lag unter anderem daran, dass praktisch alle Männer, die Bolton bezichtigt hatte, 1935 bereits verstorben waren. Die einzige Ausnahme waren Fred Burke und Claude Maddox, der zwar von der Polizei in Chicago vernommen wurde, aber ohne jedes Ergebnis. Bis heute streiten jedoch die Historiker darüber, ob Byron Bolton die Wahrheit gesagt hat.
[nextpage title=“Mauerschicksale“]
Zwischen 1930 und 1967 blieb die Garage im Besitz verschiedener Speditions- und Umzugsfirmen. Bei Umbauarbeiten fand ein Nachbesitzer in der Decke oberhalb der Mauer, an der die sieben Männer starben, noch eine Art Geheimtür. Die Polizei schaute sich die Stelle genau an. Doch scheinbar diente das kleine Kabuff nur als weiteres Versteck für Alkohol. Einen Zusammenhang mit dem Valentinstag-Massaker konnten die Beamten nicht herstellen.
Dann musste das alte Gebäude der Stadterneuerung weichen. Die Garage 2122 North Clark Street wurde 1967 abgerissen. Das Grundstück nutzt man nun als Parkplatz für ein Altersheim. Es gibt bekanntlich für alles einen Markt. So auch für Mauersteine, vor denen sieben Menschen kaltblütig niedergemetzelt wurden.
Von dem Schauplatz des berühmten Verbrechens ist nur eine Grünfläche und ein Parkplatz zurückgeblieben. Dort stand nämlich ursprünglich die Garage. Der Spähposten der Mörder war im Übrigen auf der linken Seite (4 Häuser weiter, das Gebäude mit der hohen Treppe).
Das Urinal
Der kanadische Geschäftsmann George Patey ersteigerte die Steine bereits 1967. Er überbot dabei drei oder vier Mitbewerber. Der Kaufpreis ist allerdings bis heute ein Geheimnis geblieben. Patey ließ die berüchtigte Wand Ziegel für Ziegel abtragen, jeden der 414 Mauersteine nummerieren und nach Kanada verfrachten.
Ursprünglich lautete der Plan von George Patey, die Wand einem Restaurantbesitzer aufzuschwatzen. Dieser hielt die Dekorationsidee jedoch für eher geschäftsschädigend. Also verwendete Patey die Mauer für einen Nachtklub, den er 1971 selber in Vancouver eröffnete. Der »Banjo Palace« ahmte das Design der wilden Zwanziger nach.
Die Mauer aus dem Lagerhaus in Chicago erhielt ihren »Ehrenplatz« auf der Herrentoilette. Sie bildete die Rückwand des Urinals und war zum Schutz mit einer Scheibe aus Plexiglas versehen. Die Gäste konnten vor dem Urinal auf die Einschusslöcher in der Mauer zielen. Dies behauptete zumindest George Patey 2001 in einem Interview mit einem argentinischen Journalisten.
Ob diese Geschichte der Wahrheit entspricht? Man weiß es nicht. Laut Patey seien auch James Stewart und Robert Mitchum unter seinen Gästen gewesen. James Stewart. Robert Mitchum. Vancouver. »Banjo Palace«. Nee, is‘ klar.
Ein unvollständiges Erbe
Auch über das weitere Schicksal der berüchtigten Mauer gibt es widersprüchliche Angaben. 1978 berichtete das »Time Magazine«, Patey habe die Mauer in einem Wachsfigurenkabinett ausgestellt. Mit Wachsfiguren habe man die berühmte Erschießungsszene nachgestellt. Immerhin druckte die Zeitschrift ein Beweisfoto ab.
Dann verschwanden die Steine bis 1997 in einem Lager. Ab diesem Zeitpunkt nahm George Patey Verhandlungen mit einem Internetauktionshaus namens Jet Set On The Net auf. Der Deal platzte jedoch wegen Unstimmigkeiten.
1999 setzte Patey dann eine eigene Webseite auf und verkaufte die Mauer Stück für Stück. Er schlug ungefähr 100 Einzelsteine los. George Patey verstarb am 26. Dezember 2004. Die verbleibenden 300 Steine vererbte er einer Nichte. Sie verkaufte die Mauer dann an ein Museum in Las Vegas, das am 14. Februar 2012 eröffnete und dem Thema Gangster der Prohibitionszeit gewidmet war.
Die Wand, an der sieben Menschen starben, ist nun zwar nicht mehr komplett, aber zumindest bestehen bis heute keine Zweifel an ihrer Echtheit.
* * * * *
[nextpage title=“Bücher über das Valentinstag-Massaker“]
Sachbuch (englisch)
William J. Helmer & Arthur J. Bilek: The St. Valentine’s Day Massacre: The Untold Story of the Gangland Bloodbath That Brought Down Al Capone (2006)
Die Rubrik „Buchtipps“ ist in diesem Fall überschaubar. Das Valentinstag-Massaker wird zwar als Randnotiz in vielen Büchern über die Geschichte der Mafia erwähnt, doch es gibt nur ein Buch, dass sich tatsächlich ausgiebig mit allen Details und Hintergründen des Verbrechens beschäftigt.
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Webseite (englisch)
Außerdem kann ich noch die Internetseite www.myalcaponemuseum.com im Hinblick auf weitere Informationen und Bilder empfehlen. Dort findet man natürlich darüber hinaus jede Menge Artikel zu Al Capone und anderen wichtigen Figuren der Prohibitions-Ära.
[nextpage title=“Filme und Podcasts über das Valentinstag-Massaker“]
Podcast (deutsch)
Prohibition in den USA: Massaker am Valentinstag 1929
Der Radiosender Deutschlandfunk Nova hat 2019 anlässlich des 90. Jahrestages des Verbrechens eine Sendung zum Thema produziert. Den Beitrag können Sie sich auf dieser Seite anhören.
Dokumentationen (deutsch)
Geschichte – Der Wahrheit auf der Spur: Al Capones Valentinstag (2009)
Doku für den Discovery Channel, die vor allen Dingen die rätselhaften Fragen in den Mittelpunkt rückt. Warum ließen sich sieben schwer bewaffnete Berufsverbrecher ohne Gegenwehr töten? Was machten all die Bandenmitglieder von Moran an diesem Tag in der Garage? Und warum wurde das eigentliche Ziel des Anschlags – Bugs Moran – verfehlt?
Dokumentationen (englisch)
The St. Valentine’s Day Massacre (1997)
Sehr ausführliche Doku (95 Min.) des History Channel mit vielen historischen Aufnahmen.
Link zu Youtube
Spielfilme (deutsch)
Chicago Massaker (1967)
Klassiker von Roger Corman. Der Film hält sich relativ nahe an den historischen Fakten und erzählt auch die Vorgeschichte: Weshalb kam es zu dem Valentinstag-Massaker?
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Manche mögen’s heiß (1959)
Natürlich völlig anderes Genre. Al Capone alias „Gamaschen-Joe“ und das Valentinstag-Massaker als Aufhänger für eine verrückte Komödie. Aber selbst Capones angebliche Ermordung der Attentäter ist im Bankett der „Freunde der italienischen Oper“ noch verarbeitet. Ich muss jetzt nicht extra betonen, wie verteufelt gut dieser Film abgesehen von den historischen Bezügen ist, oder? Billy Wilder, Jack Lemmon, Marilyn Monroe, Tony Curtis. Nuff said.
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