Werner Hartmann: Der Mord am „Stereo-King“ von Chicago

Eva Hartmann kehrte in den frühen Morgenstunden des 9. Juni 1982 um 4.30 Uhr in das elterliche Haus in Northbrook, einem Vorort von Chicago, zurück. Sie fürchtete, dass zu Hause ein wütender Vater auf sie wartete, der ihr eine Standpauke halten würde. Denn Eva war erst 14 Jahre alt.

Sie hatte sich am Vorabend von ihrer Stiefmutter Debra, die sie auch nach Hause begleitete, zu einem spontanen Zug durch die Gemeinde überreden lassen. Zusammen mit Debra sowie ihrer leiblichen Mutter hatte sie in dieser Nacht ein Restaurant und mehrere Diskotheken aufgesucht.

In der Auffahrt parkte ein Rolls Royce, ein Geschenk ihres Vaters an die Stiefmutter. Das war merkwürdig. Der teure Wagen stand normalerweise in der Garage. Eva und ihre Stiefmutter Debra Hartmann betraten das Haus. Aus dem Inneren schallte ihnen laute, klassische Musik entgegen. Werner Hartmann, den alle nur den „Stereo-King von Chicago“ nannten, war nirgends zu sehen. Irgendetwas stimmte hier nicht.

Werner Hartmann

Die beiden ging leise die Treppe zum Obergeschoss hinauf, in dem sich das elterliche Schlafzimmer befand. Die Tür stand offen. Auf dem Boden lag Werner Hartmann, inmitten einer Blutlache. Die geschockte Tochter bat ihre Stiefmutter, den Notarzt anzurufen. Debra Hartmann bestand jedoch darauf, sofort das Haus zu verlassen und gemeinsam die nächste Polizeiwache aufzusuchen.

Den Polizisten im anderthalb Kilometer entfernten Northbrook Police Department erzählte sie, ihr Mann habe Selbstmord begangen. Die Beamten baten Debra und Eva Hartmann, auf der Wache zu warten, während die Kollegen nach dem Rechten schauen würden.

Inhaltsverzeichnis

Maschinenpistolen-Feuer

Die Leitung über die Ermittlungen übernahm Sergeant James Wilson, der gegen 4.50 Uhr am Tatort eintraf. Werner Hartmann war augenscheinlich tot. Der Leichnam war vollständig unbekleidet und lag mit dem Rücken auf dem Boden. Die Spuren sprachen dafür, dass Hartmann gerade aus der Dusche gekommen war, bevor er am Boden zusammenbrach.

Rund um den Körper des Toten entdeckte Wilson mehrere Patronenhülsen vom Kaliber .45 ACP, insgesamt zehn an der Zahl. Kopf und Oberkörper wiesen mehrere Schussverletzungen auf. Alleine im Gesicht zählte Wilson fünf Eintrittswunden: Eine in der Stirn, eine jeweils im rechten Auge sowie Kiefer, eine weitere in der linken Wange und schließlich eine letzte im Mundwinkel.

Die Autopsie sollte später ergeben, dass Werner Hartmann insgesamt 14 Mal von einer Kugel getroffen wurde. Mit anderen Worten: Selbstmord ließ sich als Ursache definitiv ausschließen. Tatwaffe war laut der ballistischen Untersuchung eine MAC-10 – eine kleine Maschinenpistole des US-amerikanischen Herstellers Military Armament Corporation (MAC), die der ungleich bekannteren Uzi ähnelte.

MAC10.jpg
By Mcumpston at English Wikipedia
(Original text: Mike Cumpston) – Own work (Original text: self-made), Public Domain, Link

Beziehungstat

Abgesehen von den Hülsen konnten die Beamten keinerlei Hinweise auf den oder die Täter entdecken, weder im Haus selbst noch im Garten. Türen und Fenster wiesen keine Einbruchsspuren auf. Aus Sicht der Ermittler gab es nur eine plausible Erklärung für die Spurenlage: Hartmann hatte seine(n) Mörder entweder gekannt oder der Täter besaß einen Schlüssel zu dem Haus. Alles sprach also für eine Beziehungstat. Infolgedessen konzentrierten sich die Ermittlungen zunächst auf das unmittelbare Umfeld des Opfers.

In den folgenden Stunden vernahmen die Ermittler Eva und Debra Hartmann getrennt voneinander, später auch noch Hartmanns Ex-Frau Vasiliki. Die Polizisten befragten sie, wo sie den Vortag verbracht hatten, was sie getan hatten und wen sie getroffen hatten. Die Aussagen stimmten im Hinblick auf den Ablauf der Tatnacht in weiten Teilen überein.

Die letzten Stunden

Am 8. Juni 1982 verließ Werner Hartmann kurz nach 19.00 Uhr sein Büro. Er äußerte gegenüber seiner Ex-Frau Vasiliki, die für ihn arbeitete, dass er Debra am Abend in seinem Haus treffen wolle. Beide würden dort die endgültigen Details ihrer Trennungsvereinbarung besprechen. Hartmanns zweite Ehe stand kurz vor der Scheidung.

Kurz darauf beendete auch Vasiliki ihren Arbeitstag und fuhr zum „Pinocchio’s Pizza Pub“. Sie hatte sich in dem Restaurant mit ihrer Tochter Eva zum Abendessen verabredet.

Beide waren überrascht, als dann Debra Hartmann bereits am verabredeten Treffpunkt auf sie wartete. Vasiliki fragte sie, warum sie sich nicht wie geplant mit Hartmann getroffen habe. Ihr Mann habe noch duschen wollen, entgegnete Debra Hartmann. Sie hätten das Gespräch auf einen späteren Zeitpunkt am Abend vertagt.

Nach dem Abendessen schlug Debra Hartmann vor, dass sie alle gemeinsam noch tanzen gehen sollten. Vasiliki war über die Einladung überrascht: „Sie mochte mich nicht. Dass wir diesen Abend zusammen verbrachten, war sehr seltsam“, erklärte sie den Beamten.

Die drei Frauen suchten mehrere Nachtclubs und Diskotheken auf, bevor sich ihre Wege trennten. Debra Hartmann begleitete ihre Stieftochter Eva nach Hause, wo sie dann die Leiche von Werner Hartmann fanden.

Auf der Suche nach einem Motiv

Im Laufe einer Befragungspause legte sich Debra Hartmann kurzerhand auf den Boden und hielt ein Nickerchen. Die Polizisten hatten ohnehin bereits das Gefühl gewonnen, dass sie der gewaltsame Tod ihres Mannes vergleichsweise kalt ließ. Nun legte sich die Frau auch noch in aller Seelenruhe schlafen, während die Polizei unter Hochdruck nach dem Mörder ihres Gatten fahndete. In den Augen der Polizei machte sie sich mit ihrem Verhalten verdächtig.

Der Verdacht wuchs, als die Ermittler erfuhren, dass Debra Hartmann seit Monaten ein außereheliches Verhältnis mit einem gewissen John Korabik führte. Korabik war ein Möchtergern-Tennisprofi, der noch bei seinen Eltern lebte und gelegentlich als Verkäufer in einem Waffengeschäft arbeitete.

Doch dummerweise verfügte nicht nur Debra Hartmann über ein Alibi für die Tatnacht, sondern auch ihr Geliebter John Korabik. Sein Arbeitgeber James Pappas, Inhaber des Geschäfts „Gun World“, sagte aus, dass Korabik ihn am 8. Juni gegen 20.00 Uhr in seinem Haus in Bensenville besucht habe. Dort seien sie bis etwa 23.00 Uhr verblieben, bevor sie noch ein Restaurant in Wood Dale aufgesucht hätten. Die Ehefrau Elizabeth Pappas bestätigte die Aussage.

Zudem stellte sich natürlich die Frage: Welches Motiv hätte das Liebespaar für den Mord gehabt? Werner Hartmann wusste über die Affäre Bescheid und hatte in die Scheidung eingewilligt. Zwei Tatverdächtige mit einem Alibi, keine Tatwaffe, kein Motiv – die Ermittlungen schienen rasch in einer Sackgasse angelangt zu sein. Doch zumindest hinsichtlich des Motivs ergaben sich neue Anhaltspunkte, sobald die Polizei die Lebenshintergründe des Mordopfers einer genaueren Überprüfung unterzog.

Einwanderer aus dem Schwarzwald

Josef Werner Hartmann, so sein Geburtsname, war gemäß US-Sozialversicherungsindex am 25. März 1944 in Deutschland zur Welt gekommen. Als Geburtsort ist „Blackforst“ in der Bundesrepublik angegeben. Nach solch einer Gemeinde sucht man natürlich vergeblich. Vermutlich handelt es sich um einen Schreibfehler und gemeint ist Black Forest = Schwarzwald.

Dass Hartmann nur die Landschaftsbezeichnung und nicht den konkreten Geburtsort angegeben hat, ist etwas merkwürdig. Vielleicht stammte er aus einem kleinen Dorf und dachte, mit dem Namen weiß in den USA ohnehin niemand etwas anzufangen. Ich kann nur spekulieren.

Am 2. Oktober 1961 wanderte der 27-jährige Werner Hartmann an Bord der „Hanseatic“ über Cuxhaven, Southampton und New York City in die USA ein. Er besaß zwar kaum Geld, dafür jede Menge Ehrgeiz. Er nahm jede Arbeit an, die er finden konnte.

So verkaufte er beispielsweise Krimskrams auf Flohmärkten oder verdingte sich als Zeitungsvertreter. Als er 1964 wieder einmal den Leuten Zeitungsabonnements aufschwatzen wollte, lernte er eine junge Kellnerin namens Vasiliki kennen. Die beiden verabredeten sich, verlobten sich alsbald und heirateten im nächsten Jahr. Aus der Ehe gingen die beiden Töchter Stephanie und Eva hervor.

Der richtige Riecher

Mit dem wenigen Geld, das er als Hilfsarbeiter verdiente, konnte er kaum dauerhaft eine Familie ernähren. Hartmann suchte nach einem Ausweg. In Deutschland hatte er als Elektroverkäufer gearbeitet. Der Umgang mit der Technik hatte im Spaß gemacht. Warum die Leidenschaft nicht zum Beruf machen?

Anfang der 1970-er Jahre gründete er schließlich die Chicago Music Corporation (CMC). Geschäftszweck: Handel und Einbau von Stereo-Autoradios. Hi-Fi-Anlagen in Autos waren damals noch neu auf dem Markt, begeisterten aber von Anfang an die Kunden. Werner Hartmann war einer der Branchen-Pioniere.

In der Anfangszeit konnte er sich noch keine eigene Werkstatt leisten, sodass er den Einbau der Stereoanlagen häufig bei seinen Kunden vor Ort vornahm. Die harte Arbeit zahlte sich aus. 1977 war aus dem einst mittellosen Einwanderer ein Millionär geworden. Privat war ihm hingegen weniger Glück beschieden. Im selben Jahr ließ sich nämlich seine erste Frau Vasiliki von ihm scheiden.

Das Partygirl

Der frischgebackene Single suchte Trost in den Nacht- und Stripklubs auf der West Side von Chicago. Eine der Bars hieß „The Smoker’s Lounge“. Hartmann traf dort auf die 24-jährige Debra Stover. Er lud sie in den VIP-Raum ein. Es folgten weitere Verabredungen. Wenige Monate später heirateten die beiden. Hartmann war ernsthaft verliebt und und tat alles, um seine junge Braut zufrieden zu stellen.

Debra Hartmann ließ jedoch von Anfang an niemanden – einschließlich ihres Ehemanns – im Unklaren darüber, dass es sich von ihrer Seite keinesfalls um eine Liebesheirat gehandelt hatte. Für sie war das viele Geld ausschlaggebend gewesen, das ihr Mann in die Ehe einbrachte und mit dessen Hilfe sie sich alle Träume zu erfüllen hoffte.

Hartmann glaubte zunächst, seine Frau würde die Liebe irgendwann erwidern, wenn er sie weiterhin mit Geschenken überhäufte. Er schenkte ihr Pelzmäntel, Halsketten, Diamanten und teure Autos wie den Rolls Royce. An ihrer Einstellung änderte das nichts. Und das ließ sie ihn deutlich spüren.

Debra Hartmann blieb immer häufiger über Nacht von zu Hause weg, trieb sich auf Partys rum, hatte Affären und nahm Drogen. Nach zwei Jahren Ehe platzte Werner Hartmann der Kragen.

Stürmische Nächte

Als Werner Hartmanns Frau eines Morgens von einer weiteren langen Partynacht zurückkehrte, lediglich bekleidet mit einem Nerz und High Heels, kam es zunächst zum handgreiflichen Streit. Dann bedrohte er seine Frau mit einer Pistole. Sie flüchtete zum Rolls Royce. Er stürmte ihr nach und feuerte mehrere Schüsse auf den Wagen ab, als seine Frau davonfuhr.

In einer anderen Nacht stoppte die Polizei Debra Hartmann im Rolls Royce. Auf dem Weg durch die Innenstadt von Chicago hatte sie zuvor mehrere Champagnerflöten aus dem Wagen geschmissen. Die Überprüfung der Personalien ergab, dass sie in Begleitung eines polizeibekannten Drogenhändlers unterwegs war. Unter ihrem Sitz stellten die Beamten zudem eine Handfeuerwaffe sicher.

Im Oktober 1981 begann Debra Hartmann ihre Beziehung mit John Korabik. Sie gab sich inzwischen gar nicht mehr die Mühe, die Affäre zu verheimlichen. Es war der Tropfen, der für Werner Hartmann das Fass zum Überlaufen brachte. Er entschloss sich, die Scheidung einzureichen.

Ein handfestes Motiv

Um Weihnachten 1981 suchte Werner Hartmann wieder näheren Kontakt zu seiner Ex-Frau Vasiliki. Nicht nur die private Situation bedrückte ihn. Inzwischen war auch seine Firma in finanzielle Schieflage geraten. Er bat seine Ex-Frau, in das Unternehmen zurückzukehren und ihm dabei zu helfen, seine Geschäfte wieder in Ordnung zu bringen. Sie erklärte sich einverstanden.

Als sie die Bilanzen prüfte, war sie geschockt. Hartmann und seine Firma waren praktisch pleite. Viele seiner kostspieligen Anschaffungen gehörten ihm gar nicht, sondern waren nur auf Pump finanziert. Darlehen, die er kaum mehr bedienen konnte. Auf seinem Schreibtisch häuften sich die unbezahlten Rechnungen. Hartmann galt vielen noch als Stereo-King und Selfmade-Millionär. Die Geschäftsbücher sprachen eine andere Sprache.

Im Januar 1982 verließ Debra Hartmann das Haus in Northbrook und zog zu ihrem Freund John Korabik, der noch bei seinen Eltern lebte. Die beiden ließen es ordentlich krachen und waren praktisch jede Nacht auf Piste. Doch allzu lange konnte das nicht gut gehen. Debra Hartmann verfügte über keine eigenen Einkünfte und hatte obendrein ihren Mann verlassen, der praktisch pleite war. Ihr Geliebter arbeitete in Teilzeit als Verkäufer. Das Leben in Saus und Braus ließ sich ohne das nötige Kleingeld nicht aufrechterhalten.

Drei Lebensversicherungen

Währenddessen bemühte sich Werner Hartmann, seine persönlichen Angelegenheiten neu zu ordnen. Er hatte in der Vergangenheit zwei Lebensversicherungen abgeschlossen, eine über 150.000 Dollar bei der Prudential Insurance Company und eine weitere über 100.000 Dollar bei einem anderen Unternehmen. In beiden Fällen war bisher seine Frau Debra die alleinige Nutznießerin, sollte ihm etwas zustoßen.

Laut mehrerer Freunde und Familienmitglieder wollte Werner Hartmann nun aber im Frühling 1982 seine beiden Töchter Eva und Stephanie als Begünstigte einsetzen und den Namen seiner Noch-Ehefrau aus dem Vertrag tilgen. Er rief im März 1982 die zuständigen Sachbearbeiter der Versicherungsgesellschaften an und bat sie, die entsprechenden Änderungen vorzunehmen.

Merkwürdigerweise schloss er bei der Prudential-Versicherung kurz vor seinem Tod noch eine weitere Risikolebensversicherung mit einer Auszahlungssumme von 250.000 US-Dollar ab. Für jemanden, der finanziell ums Überleben kämpfte, nahm sich das schon etwas seltsam aus. Denn das bedeutete eine zusätzliche Belastung in Höhe von mehreren hundert Dollar pro Monat.

Außerdem ließ er in beiden Prudential-Verträgen eine Klausel einbauen, die den doppelten Auszahlungsbetrag garantierte, sollte er nicht eines natürlichen Todes sterben, sondern durch einen Unfall oder ein Gewaltverbrechen umkommen. Die Deckungssumme aus allen Policen würde dann beachtliche 800.000 US-Dollar betragen.

Hartmann erhielt von seinen Versicherern jeweils ein Formular, um die Änderungen schriftlich zu bestätigen. Bei der Lebensversicherung über 100.000 Dollar ging auch alles reibungslos über die Bühne.

Doch als ihm die Prudential den neuen Versicherungsschein zustellte, war dort nach wie vor seine Noch-Ehefrau Debra Hartmann als alleinige Begünstigte eingetragen. Er meldete den Fehler bei seiner Versicherung. Der zuständige Sachbearbeiter versprach ihm, er würde sich um die Angelegenheit kümmern. Aber nichts geschah, bevor Hartmann Anfang Juni einem Mord zum Opfer fiel.

Ein Komplott

Mehrere Freunde sagten zudem unabhängig voneinander aus, dass Werner Hartmann seit der ersten Juniwoche 1982 konkret um sein Leben gefürchtet habe. Seinerzeit habe er heimlich Teile eines Telefonats seiner Ehefrau belauscht, das diese mit John Korabik führte, wie er seinen Freunden erzählte.

Debra Hartmann habe in den Wochen vor dem Mord wieder mehr Zeit mit ihrem Mann und den Stieftöchtern verbracht. Bei einer dieser Gelegenheiten habe sie aus der Villa mit ihrem Geliebten telefoniert. Hartmann hatte dem belauschten Gespräch entnommen, dass die beiden ein Mordkomplott ausheckten.

Seine Freunde rieten ihm, sich an die Polizei zu wenden. Davon wollte Hartmann nichts wissen. Er sagte, er wolle sich selbst um die Angelegenheit kümmern. Es ist bekannt, dass er vor seinem Tod nach einem Leibwächter Ausschau hielt. Doch die Bemühungen kamen offenkundig zu spät.

Schlagzeilen und Frust

Der Mord machte Schlagzeilen. In dem nördlichen Vorort von Chicago waren Gewaltverbrechen nicht an der Tagesordnung. Der Tatort eine Villa, das Opfer ein bekannter Millionär, die Ehefrau als Tatverdächtige mit einem Tennisprofi als Geliebtem – die Geschichte verfügte über alle Zutaten, um sie zu einer abgeschmackten Story über das lokale Jet-Set zu verrühren. Motto: Auch die Reichen sind nicht vor Abgründen und Verbrechen gefeit.

Doch obwohl mit den Lebensversicherungen inzwischen ein konkretes Tatmotiv erkennbar war, kamen die Ermittlungen nicht vom Fleck. Die Polizei konnte Debra Hartmann und John Korabik den Mord nach wie vor nicht nachweisen, obgleich zumindest die Ehefrau unmittelbar von dem Verbrechen profitierte.

Hartmanns Ex-Frau und seine Töchter waren frustriert. Sie hatten keinen Zweifel daran, wer hinter dem Mord steckte. Doch niemand wurde verhaftet. Im Gegenteil: John Korabik zog nun zu seiner Geliebten in die Villa. Und Debra Hartmann beantragte die Auszahlung der beiden Prudential-Lebensversicherungen. Die Versicherungsgesellschaft verweigerte jedoch die Überweisung der Summe, so lange die Ehefrau noch als mögliche Tatverdächtige galt. Debra Hartmann reichte daraufhin Klage gegen Prudential ein.

Notruf

Am 23. September 1982, nur vier Monate nach dem Mord an Werner Hartmann, erreichte die Polizei von Northbrook erneut ein Notruf aus der Hartmann-Villa. Vor Ort fanden die Beamten einen verwundeten John Korabik vor, beide Hosenbeine blutig.

Der Verletzte sagte aus, er habe mit einer Pistole hantiert und sich dabei ins Bein geschossen. Dabei hatte er augenscheinlich das Kunststück vollbracht, beide Oberschenkel gleichzeitig zu treffen. Debra Hartmann war ebenfalls zugegen. Sie behauptete jedoch, sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in einem anderen Teil des Hauses aufgehalten zu haben. Sie habe die Schüsse nicht bemerkt.

Die Polizisten hielten die Geschichte für wenig glaubhaft. Zudem hatte Korabik in einem Waffengeschäft gearbeitet. Es war anzunehmen, dass ihm der sachgerechte Umgang mit Handfeuerwaffen vertraut war.

Doch da der Mann auf seiner Darstellung der Ereignisse beharrte, sahen die Polizisten keinen Grund für eine Anzeige. Kurze Zeit nach dem Vorfall trennten sich Debra Hartmann und ihr Geliebter. Kobarik zog aus der Villa aus.

Geldsegen

Im Januar 1984, anderthalb Jahre nach Hartmanns Ermordung, einigte sich die Witwe mit dem Versicherungsunternehmen Prudential in einem außergerichtlichen Vergleich. Sie erhielt statt der ursprünglich fälligen 800.000 immerhin noch 589.000 Dollar aus den Lebensversicherungen ihres verstorbenen Mannes.

Doch in der Zeit zuvor hatte sie auch beträchtliche Schulden angehäuft, die jetzt getilgt werden wollten. Sie verkaufte die Villa und zog in ein kleineres, einstöckiges Haus um. Der neuerliche Geldsegen aus den Versicherungszahlungen ließ sie aber sogleich wieder in größeren Dimensionen denken.

So schaffte sie sich zunächst einen Mercedes an und besorgte sich ein Wunsch-Nummernschild: „Debra 2“. Sie heuerte einen Handwerker an, der ihr neues Zuhause umbauen sollte. Sie wünschte sich ein zweites Wohngeschoss, hohe Decken, ein Oberlicht und eine große Wendeltreppe. Als der Schreiner einen Großteil des Auftrags fertiggestellt hatte, beendete er seine Arbeiten. Denn Debra Hartmann verweigerte ihm die Zahlung der offenen Rechnungen.

In der Falle

1985 ermittelte das Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives (ATF) gegen einen Waffenschieber-Ring in Chicago. Der ATF-Agent Jim Delorto hatte sich in einer Undercover-Operation als interessierter Käufer ausgegeben. Die Falle schnappte zu, als ein Waffenhändler namens Kenneth Kaenel auf das Geschäft einging. Er bot Delorto mehrere gestohlene Waffen und einen geklauten Pkw an. Im Anschluss klickten die Handschellen.

Die Bundesbehörde ATF hatte aber lediglich an dem illegalen Waffenhandel Interesse. Autohehlerei war kein Bundesverbrechen. Jim Delorto wandte sich an die Kollegen von der Staatspolizei Illinois. Vielleicht wollten sie sich diesem Aspekt des Falls widmen. Zuständig war dort Trooper David Hamm.

Eine Anekdote

Bei den Treffen mit Delorto hatte Kaenel unter anderem eine Anekdote über einen Unfall mit einer Maschinenpistole zum Besten gegeben. Eine MAC-10 habe immer noch weiter gefeuert, als er längst den Abzug losgelassen habe. Zum Glück seien die Schüsse nur in die Decke gegangen, so Kaenel.

Bei Erwähnung der MAC-10 wurde David Hamm hellhörig. Das Fabrikat war eher ungewöhnlich und tauchte selten im Zusammenhang mit Straftaten auf. Doch der Beamte erinnerte sich noch sehr gut daran, dass eine solche MAC-10 die gesuchte Tatwaffe beim Mord an Werner Hartmann gewesen war. Über den Fall hatte drei Jahre zuvor jede Zeitung im Bundesstaat Illinois ausführlich berichtet.

Hamm überprüfte den Namen des Festgenommenen in den üblichen Datenbanken. Die nächste Überraschung folgte. Mit wem lebte Kenneth Kaenel heute zusammen? Mit John Korabik, einem der beiden Hauptverdächtigen im ungelösten Hartmann-Fall. Ausgerechnet.

Verkabelt

Delorto und Hamm machten Kaenel klar, dass er für den illegalen Handel mit Waffen viele Jahre in den Knast wandern würde. Es gäbe nur eine Chance, um ein milderes Strafmaß zu erreichen. Er müsse ihnen Informationen anbieten. Richtig gute Informationen, die einen Staatsanwalt ernsthaft über einen Deal nachdenken ließen.

Dann wurden die Ermittler konkreter: Was wusste Kenneth Kaenel über seinen Mitbewohner John Korabik? Debra Hartmann? Den Mord an Werner Hartmann? Kaenel dämmerte, was die Beamten von ihm hören wollten. Er bot seine Kooperation an. Er wäre bereit, sich verkabeln zu lassen. Er würde Debra Hartmann treffen und ihr ein Geständnis entlocken. Dann hätten sie alles auf Tonband und könnten vor Gericht ziehen.

Doch Delorto und Hamm misstrauten dem hilfsbereiten Ganoven. Eigentlich war verabredet, dass die Polizisten das Gespräch aus einem Fahrzeug abhören sollten, während ihr Spitzel Debra Hartmann in ihrem Haus besuchte. Doch Delorto und Hamm schlichen sich näher an das Gebäude heran. Sie wollten mit eigenen Augen sehen, was drinnen vor sich ging.

Und sie beobachteten, wie Kaenel sein Hemd hob, um Debra Hartmann die Verkabelung zu zeigen. Da wusste sie: Die Polizei hört mit. Was zunächst wie ein vielversprechender Durchbruch in einem ungelösten Mordfall aussah, entpuppte sich als weitere Sackgasse.

Der große Schwindel

Doch Delorto und Hamm waren nicht bereit aufzugeben. Sie rollten den Fall Werner Hartmann nochmals ganz von vorne auf. Sie nahmen sich die drei Kartons des Northbrook Police Departments vor, in dem die Berichte, Vernehmungsprotokolle, Fotos und Beweismittel lagerten.

Und einige Details hatten die Kollegen tatsächlich übersehen. So war bisher niemandem aufgefallen, dass Hartmanns Unterschrift auf der letzten Versicherungspolice, die er abgeschlossen hatte, nicht mal annähernd seiner normalen Signatur glich. Irgendetwas war an dieser Sache faul.

Diese Entdeckung führte zu einer weiteren Frage. Wer hatte eigentlich die Versicherungsprämie für diese dritte Police aufgebracht? Sie betrug zwar nur 450 US-Dollar. Werner Hartmann war jedoch damals in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Warum sollte er eine dritte Versicherung abschließen, wenn er schon kaum wusste, wie er das Geld für die anderen beiden auftreiben sollte?

Delorto und Hamm hakten bei der Versicherungsgesellschaft nach. Sie wollten den Einzahlungsscheck sehen, um Datum und vor allem die Unterschrift zu überprüfen. Es stellte sich heraus, dass der Scheck verschwunden war.

Verräterische Daten

In der Ermittlungsakte fand sich jedoch eine Aufstellung der Finanzunterlagen von John Korabik. Und da hatten die Ermittler es plötzlich schwarz auf weiß. Korabik hatte seine Kreditkarte verwendet, um Werner Hartmanns Versicherungsprämie zu zahlen.

Nun wurde es kurios. Warum sollte ausgerechnet der Liebhaber, mit dem Debra Hartmann ihren Ehemann betrog, diese Prämie bezahlt haben? Es gab aus Sicht der Beamten nur eine plausible Antwort: Der Mord an Werner Hartmann war Teil eines von langer Hand geplanten Versicherungsbetrugs.

Delorto und Hamm überprüften als Nächstes die Einzelverbindungsnachweise der Telefonate der einzelnen Verdächtigen. Bei genauerer Betrachtung ergab sich ein Muster. Offensichtlich hatte Debra Hartmann zunächst mit Harvey Loochtan, dem zuständigen Sachbearbeiter der Prudential Versicherung, telefoniert. Dann rief sie ihren Liebhaber Korabik an, schließlich dessen Freund Kaenel. Daraufhin telefonierte Kaenel mit Korabik, dieser wiederum im Anschluss mit Loochtan. Diese Art von „Telefonkette“ hatte mehrfach vor und nach dem Mord an Werner Hartmann stattgefunden.

Das schwächste Glied

Die Ermittler beschlossen, sich zunächst Harvey Loochtan vorzuknöpfen. Er erschien ihnen das schwächste Glied in der Kette zu sein. Ein normaler Bürger mit einem normalen Job, der bisher noch nie in Konflikt mit dem Gesetz geraten war. Das war der Typ, der normalerweise sofort zusammenbrach, sobald man ihn etwas einschüchterte. Sie behielten recht. Das Vögelchen sang in den lautesten Tönen, als man ihm mit Gefängnis drohte.

Laut Loochtan hatte Debra Hartmann irgendwie erfahren, dass ihr Ehemann sie als Begünstigte aus seinen Lebensversicherungen streichen wollte. Sie brachte daraufhin Loochtans Namen in Erfahrung und suchte ihn auf. Sie bot ihm 3.000 Dollar in bar an, wenn er ihr helfen würde. Und obendrein möglicherweise noch ein paar sexuelle Gefälligkeiten, so die Vermutung der Polizisten.

Doppelter Schwindel

Zunächst verlangte Debra Hartmann von Loochtan, dass er das Formular ihres Mannes, in dem er andere Begünstigte aufführte, verschwinden ließ. Sie hatte bereits einen alternativen Antrag mitgebracht, auf dem sie augenscheinlich die Unterschrift ihres Mannes gefälscht hatte. Loochtan sollte nun wieder ihren Namen als Nutznießerin einsetzen. Da der Sachbearbeiter das Formular bisher noch nicht bearbeitet hatte, fiel der Schwindel keinem seiner Kollegen auf.

Zur Überraschung der Ermittler stellte sich aber heraus, dass Werner Hartmann – trotz seiner finanziellen Situation – in der Tat eine zweite Lebensversicherung bei Prudential abgeschlossen hatte. Laut Loochtan wollte er damit seine Töchter noch besser absichern. Doch bisher war er noch die erste Prämie schuldig geblieben und der Vertrag damit noch nicht in Kraft getreten.

Loochtan schlug Debra Hartmann deshalb vor, selber Eigentümerin der Police zu werden, indem sie die erforderliche Summe überwies. So könnte er sie als Begünstigte eintragen und ihr Mann hätte keinerlei Chance, daran etwas zu ändern. Ab Mai 1982 war diese Police gültig.

Delorto und Hamm verhörten im Anschluss nochmals Kenneth Kaenel und konfrontierten ihn mit den neuen Erkenntnissen. Jetzt gab er zu, dass Debra Hartmann und John Korabik einen Mordplan ausgetüftelt hätten. Dann hätten sie sich an ihn gewandt, weil sie wussten, dass er sein Geld mit kriminellen Aktivitäten verdiente. Sie hätten ihm 50.000 Dollar angeboten, wenn er Werner Hartmann für sie umbringen würde. Er habe jedoch abgelehnt. Angeblich weil die Waffe, die ihm Korabik für das Attentat besorgt hatte, bei einem Test Ladehemmungen hatte.

Aus Mangel an Beweisen

Delorto und Hamm besprachen sich mit der Staatsanwaltschaft. Es gab immer noch keine Beweise dafür, dass die vier in den Komplott verwickelten Personen tatsächlich den Mord durchgeführt hatten. Und weiterhin war offen, wer letzten Endes geschossen hatte.

Die Aussage von Kaenel war möglicherweise nur eine Schutzbehauptung. Jeder gewiefte Anwalt würde die Stellungnahme eines Berufskriminellen im Kreuzverhör binnen Minuten in ihre Einzelteile zerlegen. Vielleicht war die Aussicht auf 50.000 Dollar zu verlockend für ihn gewesen und er hatte das Angebot angenommen. Doch wie sollte man ihn ohne konkrete Beweise jemals der Tat überführen?

Die Staatsanwälte Steven Miller und John Farrell ersannen dennoch einen Plan, wie sie die mutmaßlichen Täter dran bekommen könnten. Die Strategie hatte schon bei Al Capone funktioniert. Den berühmten Mafiaboss hatte man weder der Morde, die er in Auftrag gab, noch der illegalen Geschäfte, denen er seinen Reichtum verdankte, jemals anklagen können. Es gab schlichtweg keine Beweise für seine Täterschaft.

Doch die Ermittlungsbehörden hatten Capone schließlich zu Fall gebracht, indem sie ihm Steuerhinterziehung nachweisen konnten. Es ging dabei um vergleichsweise kleine Beträge. Doch diese reichten aus, um ihn nach dem Gesetz für eine lange Zeit hinter Gittern zu bringen.

Die Anklagestrategie

Im Januar 1989 präsentierte die Staatsanwaltschaft den Fall vor einer Bundesjury in Chicago. Dort warf man den Beschuldigten Debra Hartmann, John Korabik und Ken Kaneel mehrere Fälle von Post- und Überweisungsbetrug vor. Im Falle einer Verurteilung drohten den Angeklagten für diese Verbrechen nach Bundesrecht bis zu 25 Jahre Haft.

Ein Vorzug dieser Anklagestrategie war, dass die Staatsanwaltschaft nicht beweisen musste, welcher der Beschuldigten Werner Hartmann ermordet hatte. Um die Geschworenen zu überzeugen, musste man lediglich nachweisen, dass die drei Angeklagten sich verschworen hatten, um die verschiedenen Lebensversicherungen des Opfers einzustreichen. Dazu war logischerweise der Tod des Versicherungsnehmers notwendig. Wer den Abzug betätigt hatte, war dann unerheblich. Mit Henry Loochtan konnte die Staatsanwaltschaft einen Zeugen präsentieren, der diese Verschwörung beschreiben konnte. Der Fall ging vor Gericht.

Unterschiedliche Tatversionen

Die Gerichtsverhandlung dauerte drei Wochen. Zu einer wirklichen Klärung des Falls kam es nicht. Die Staatsanwaltschaft rief Curtis Stover, den Bruder von Debra Hartmann, in den Zeugenstand. Er behauptete, John Korabik habe ihm den Mord kurz nach der Tat gestanden. Doch mit seinem vermeintlichen Insiderwissen hatte er sich erst Jahre nach dem Verbrechen an die Polizei gewandt. Zudem saß er zum Zeitpunkt seiner Aussage wegen Einbruchs selbst in Haft. Diese Umstände sprachen nicht für seine Glaubwürdigkeit.

Donald Zorc, ein weiterer Zeuge, sagte hingegen aus, dass Kenneth Kaenel ihm und seinem Bruder 6.000 Dollar für ein Alibi in der Tatnacht geboten hätte. Kaenel sei bei ihnen an diesem Abend etwa drei Stunden nach der Tat aufgetaucht, völlig durch den Wind. Auch mit seiner Aussage gab es Probleme. Er hatte sie erstmals 1986 gegenüber der Polizei geäußert, also vier Jahre nach der Tat. Zudem war Zorc ebenfalls wegen mehrerer Einbruchs- und Diebstahlsdelikte vorbestraft.

Wer die Maschinenpistole in Händen hielt und abdrückte, blieb also letztlich ungeklärt. Die Ermittler vermuteten, dass Debra Hartmann entweder ihren Geliebten John Korabik oder Kenneth Kaelen in das Haus einließ. Der Täter versteckte sich dann vermutlich im Schlafzimmer und wartete, bis Werner Hartmann aus der Dusche kam, um den wehrlosen Mann zu erschießen. Aber natürlich lässt sich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausschließen, dass Debra Hartmann selbst den Mord beging.

Das Urteil

Die Geschworenen benötigten nur drei Stunden für ihre Beratung. Sie sprachen alle vier Angeklagten schuldig. Der Richter verurteilte Debra Hartmann zu 22 Jahren Gefängnis, Kenneth Kaenel zu 20 Jahren und John Korabik zu 16 Jahren Gefängnis. Henry Loochtan kam wegen seines Geständnisses mit lediglich zwei Jahren Haft davon.

Allerdings mussten die Täter ihre Strafen nicht zur Gänze absitzen. John Korabik kam bereits Ende März 1999 wieder auf freien Fuß, Debra Hartmann Ende September 2002. Kenneth Kaenel ist 1996 verstorben.

Die Töchter von Werner Hartmann reichten im Anschluss an den Strafprozess noch Zivilklage gegen die Prudential-Versicherung und Debra Hartmann ein. Sie forderten die volle Summe ein, die der Versicherer an die Witwe ausgezahlt hatte. Ein Gericht gab den Klägerinnen recht. Prudential musste zahlen, durfte sich bei Debra Hartmann jedoch zurückholen, was von den 589.000 gezahlten Dollar noch übrig war.

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Quellen

Dokus (deutsch)

 

„Wenn Liebe tötet: Die Schwarze Witwe“ (2013, Investigation Discovery)

„Böse Stiefmütter: Blind vor Liebe“ (2017)

Dokus (englisch)

 

„American Justice: Marriage & Murder“ (1998)

„Power, Privilege & Justice: The Trophy Wife and the Tennis Pro“ (2006, Court TV)

„Scorned – Love Kills: Sex, Lies and Hi-Fis“ (2015)

 

Berichterstattung in der „Chicago Tribune“

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