Albert Fish: Geständnis, Prozess und Hinrichtung

Von Widerstand war bei Albert Fish, dessen ursprünglicher Geburtsname Howard Hamilton Fish lautete, nach seiner Verhaftung nichts mehr zu spüren. Fish redete wie ein Wasserfall, sobald ihn die Beamten ins Verhör nahmen. Es waren detaillierte, schockierende, verstörende Geständnisse, die die Polizisten zu hören bekamen. Die Schilderungen waren von einer solchen Grausamkeit, dass in den damaligen Zeitungen nur eine stark zensierte Fassung abgedruckt wurde. Das wahre Ausmaß von Fishs Verbrechen wurde der Öffentlichkeit erst sehr viel später bekannt.

Die Polizei reagierte zunächst skeptisch auf die Erzählungen von Albert Fish. Vor ihnen saß ein gebrechlicher alter Mann, der gerade einmal 59 kg wog und 1,65 m maß. Dieser altersschwache und harmlos wirkende Bursche sollte all die perversen Gräueltaten vollbracht haben, die er ihnen haarklein beschrieb? Das schien im ersten Moment unglaublich. Als sich die Polizisten jedoch daranmachten, seine Aussage zu überprüfen, mussten sie feststellen, dass praktisch jedes Detail zutraf.

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Albert Fish

Das erste Verhör

Detective William King übernahm das erste Verhör. Fish erzählte ihm, dass er im Sommer 1928 erstmals den starken Drang verspürt habe, zu töten. Er nannte es den »Blutdurst«. Als er auf die Anzeige von Edward Budd geantwortet habe, habe er es eigentlich auf den jungen Mann abgesehen gehabt, nicht auf seine Schwester Grace, von deren Existenz er zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts geahnt habe. Er habe den Jungen an einen abgeschiedenen Ort locken wollen, um ihn dort zu überwältigen. Dann habe er geplant, ihm den Penis abzuschneiden und ihn zurückzulassen, bis er verblutet sei.

Nach seinem ersten Besuch bei den Budds habe er sich das notwendige Werkzeug besorgt: ein Hackebeil, eine Säge und ein Fleischermesser. Er habe die Werkzeuge in ein Tuch gewickelt und das Bündel neben einem Zeitungsstand versteckt, bevor er die Budds am Sonntag erneut aufgesucht habe.

Änderungen im Plan

Man müsste annehmen, dass ihn der leibhaftige Anblick von Edward Budd und seines Freundes Willie, die ihm körperlich weit überlegen waren, von seinem Vorhaben abrücken ließ. Doch irgendwie redete sich Albert Fish ein, er könne die beiden starken Burschen dennoch überwältigen. Erst nachdem Grace aufgetaucht sei, habe er seine Pläne spontan geändert. Er entschloss sich, stattdessen das Mädchen in seine Gewalt zu bringen und zu töten.

Mit der arglosen Grace an der Hand machte er kurz am Zeitungsstand Halt, um sein Bündel mit den Werkzeugen aufzunehmen. Danach bestieg er mit dem Mädchen einen Zug in die Bronx, um von dort in die Ortschaft Worthington im Westchester County zu fahren. Für Grace kaufte er nur ein Ticket für eine einfache Fahrt. Grace Budd war von der 40-minütigen Zugfahrt begeistert. Sie war lediglich zweimal in ihrem Leben aus der Stadt herausgekommen. Für sie stellte der Ausflug ein spannendes Abenteuer dar.

Blauregen

Am Bahnhof in Worthington war Albert Fish bereits so sehr in seine Fantasien versunken, dass er seine Mordwerkzeuge im Zug vergaß. Tragischerweise fiel ausgerechnet Grace die Schusseligkeit ihres Begleiters auf. Sie erinnerte den alten Mann an sein Bündel.

Die beiden folgten einem abgeschiedenen Weg, bis sie ein verlassenes zweigeschossiges Gebäude inmitten eines Waldstücks erreichten. Die Einheimischen nannten das leer stehende Haus im Kolonialstil das »Wisteria Cottage« nach dem Blauregen, der überall wuchs. Das nun folgende Geschehen hatte Fish zu wesentlichen Teilen bereits in seinem Brief geschildert.

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Der Tatort

Grace Budd blieb zunächst vor der Tür und pflückte Blumen. Fish ging derweil nach oben ins Schlafzimmer, breitete seine Werkzeuge aus und entkleidete sich. Dann rief er das Mädchen herauf. Die nichts ahnende Grace hatte ihm einen Blumenstrauß mitgebracht. Fish würgte sie zu Tode, als sie angesichts des nackten Alten zu fliehen versuchte.

Zerstückelt

Albert Fish schnappte sich einen leeren Farbeimer, legte den Hals des Mädchens auf den Eimerrand und sägte den Kopf ab, sodass das meiste Blut in den Eimer lief. Den blutbefüllten Behälter schmiss er anschließend in den verwilderten Garten. Dann zog er dem enthaupteten Leichnam die Kleider aus und machte sich daran, den Körper mithilfe des Fleischmessers und Beils zu zerteilen.

Einen Teil des Fleisches verpackte er in Zeitungspapier, um es mit nach Hause zu nehmen. Die übrigen Leichenreste beließ er an Ort und Stelle. Einige Tage später kehrte er nochmals zu dem Landhaus zurück. Er warf die zurückgebliebenen Leichenteile über eine Mauer hinter dem Haus. Die Schlachterinstrumente ließ er auf die gleiche Weise verschwinden.

Am Ende dieses ersten Verhörs fragte ihn William King, weshalb er das Mädchen so bestialisch zerstückelt habe. »Wissen Sie«, antwortete Albert Fish, »so konnte man mir nie etwas anhängen. Wo keine Leiche, da kein Mörder.«

In diesem Punkt hatte er sich allerdings geirrt. Sein Mitteilungsdrang hatte ihn letztlich überführt. William King befragte ihn danach: Warum war er so unvorsichtig gewesen, den Brief an die Budds abzuschicken? Fish sagte, er habe keine Erklärung hierfür. »Ich konnte nicht anders. Ich musste diesen Brief einfach schreiben. Es war wie ein Zwang, der mich überkam.«

Beweise

Am nächsten Tag rückte Detective King mit seinen Kollegen zum »Wisteria Cottage« aus, um Fishs Angaben zu überprüfen. Sie fanden alles so vor, wie es der geständige Mörder beschrieben hatte. Albert Fish stand daneben, während die Polizisten die sterblichen Überreste der 10-jährigen Grace Budd bargen. Er zeigte keinerlei Emotionen.

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Polizeibeamte durchkämmen das Gelände

Obwohl es eigentlich nahelag, verzichteten die Beamten zu diesem Zeitpunkt darauf, Fish nach den kannibalistischen Akten auszufragen, die er im Brief beschrieben hatte. Die Gründe hierfür sind unklar. Möglicherweise befürchtete die Polizei, ein Anwalt würde die Aussagen später vor Gericht benutzen, um nachzuweisen, dass Albert Fish geisteskrank und insofern nicht zurechnungsfähig war. Vielleicht aber hielten die Polizisten das Geständnis in diesem Punkt auch einfach nur für unglaubwürdig – noch.

Biografie Albert Fish

Albert Fish war kein Unbekannter für die Polizei. Seine Strafakte reichte bis in Jahr 1903 zurück. Seinerzeit wurde er wegen schweren Diebstahls zu einer Haftstrafe in Sing Sing verurteilt. Danach hatten die Behörden ihn noch sechs weitere Male aufgrund geringfügigerer Delikte verhaftet, darunter Bagatelldiebstähle und Briefe mit obszönem Inhalt. Zu einer Anklage kam es in keinem dieser Fälle. Man hatte ihn allenfalls zur Beobachtung vorübergehend in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.

Albert Fish 1903
Albert Fish, 1903

Albert Fish äußerte sich selbst zu seiner Biografie: »Ich wurde am 19. Mai 1870 in Washington, D.C., geboren. Wir lebten auf der B Street, zwischen Second und Third Street. Mein Vater war Captain Randall Fish, ein Freimaurer. Er liegt auf dem Congressional Cemetery begraben. Er war Kapitän eines Flussdampfers, der auf dem Potomac River zwischen Washington und Marshall Hall in Virginia verkehrte. Mein Vater starb am 15. Oktober 1875. Er erlitt in der alten Pennsylvania Station, wo Präsident Garfield erschossen wurde, einen Herzinfarkt und kippte tot um.«

Der Vater Randall Fish war 43 Jahre älter als die Mutter und bereits 75, als sein Sohn Albert zur Welt kam. Der jüngste Sohn der Fishs hatte noch drei Geschwister: Walter, Edwin und Annie. Der Tod von Randall Fish brachte Alberts Mutter in finanzielle Nöte. »Ich kam danach in das St. John‘s Waisenhaus in Washington. Dort blieb ich, bis ich fast neun war. Das Waisenhaus hat mich auch verkorkst. Wir wurden gnadenlos geprügelt. Ich sah Jungs Dinge tun, die sie nicht hätten tun sollen.«

1880 ergatterte Albert Fishs Mutter eine Anstellung im Staatsdienst und holte ihren Sohn wieder zu sich. Um 1890 zog Fish nach New York um. »Ich war ein guter Anstreicher. Innenanstriche, Hausanstriche, ganz egal was. Ich besorgte mir eine Wohnung und holte meine Mutter von Washington herüber. Wir lebten 76 West 101st Street. Da lernte ich dann auch meine spätere Frau kennen.«

Die Heirat kam 1898 auf Betreiben seiner Mutter zustande. Albert Fish war damals 23, seine Frau erst 14. Das Paar hatte sechs gemeinsame Kinder. Im Januar 1917 verließ ihn seine Frau wegen eines anderen Manns: »Sie nahm alle Möbel mit sich. Ließ noch nicht mal eine Matratze für die Kinder zurück.«

Albert Fish war nun alleinerziehender Vater. »Ich sorge mich immer noch um meine Kinder«, schniefte er. Seine Kinder waren inzwischen alle erwachsen. »Man sollte annehmen, dass sie ihren alten Herrn einen Besuch im Gefängnis abstatten. Aber das haben sie nicht getan.«

Ein Zeuge meldet sich

Albert Fish sollte zweimal angeklagt werden. Das Westchester County wollte ihn wegen der Ermordung von Grace Budd vor Gericht bringen, New York aufgrund der Entführung des Mädchens. Beides waren Kapitalverbrechen, die nach der damaligen Rechtssprechung mit dem Tode bestraft werden konnten. Aber was war mit den anderen verschwundenen Kindern, die man letztmalig in Begleitung des »grauen Mannes« gesehen hatte?

In den Vermisstenfällen Billy Gaffney und Francis McDonnell gelang der Polizei nach der Verhaftung von Albert Fish ein entscheidender Durchbruch. Zunächst meldete sich ein pensionierter Straßenbahnführer aus Brooklyn bei den Behörden. Er hatte Fishs Foto in der Zeitung gesehen und behauptete, in ihm einen Fahrgast wiederzuerkennen, der ihm am 11. Februar 1927 aufgefallen sei.

Der alte Mann habe neben einem kleinen Jungen gesessen. Der Junge habe trotz der kalten Witterung weder Jacke noch Mantel getragen. Er habe in einem fort geweint und nach seiner Mama geschrien. Der Alte habe ihn jedes Mal zurück auf den Sitz gezogen, wenn der Junge davonlaufen wollte. Die Beschreibung, die der Straßenbahnführer Joseph Meehan von dem Jungen lieferte, passte auf den entführten Billy Gaffney.

Als die Beamten Albert Fish mit der Zeugenaussage konfrontierten, gestand er auch diese Tat: »Ich brachte ihn zu der Mülldeponie an der Riker Avenue. Da gibt es ein alleinstehendes Haus. Nicht weit entfernt von der Stelle, wo ich ihn mir geschnappt habe. Als ich ihn dort hatte, habe ich ihn ausgezogen und an Händen und Füßen gefesselt. Hab ihm einen Schmutzlappen in den Mund gesteckt, den ich auf der Deponie gefunden hatte. Dann habe ich seine Sachen verbrannt. Seine Schuhe hab ich auf die Halde geworfen. Um zwei hab ich die Bahn zur 59th Straße genommen. Von da bin ich zu Fuß nach Hause gegangen.«

Alfred Fishs Kannibalismus

»Am nächsten Tag bin ich wieder um zwei zu dem Haus zurückgekehrt. Hatte mir Werkzeug eingesteckt. Und eine schwere neunschwänzige Katze. Handgemacht. Kurzer Griff. Hab dafür einen meiner Gürtel in zwei Hälften geschnitten. Die Hälften hab ich längs in sechs Streifen aufgeteilt, jeweils um die zwanzig 20 Zentimeter lang. Ich hab ihn von hinten ausgepeitscht, bis ihm das Blut die Beine herablief. Ich hab ihm die Ohren abgeschnitten. Die Nase. Hab ihm seinen Mund von Ohr zu Ohr aufgeschlitzt. Die Augen herausgedrückt. Er war dann tot. Ich hab ein Messer in seinen Bauch gestochen und meinen Mund an seinen Körper gehalten, um das Blut zu trinken.«

»Ich hab mir vier alte Kartoffelsäcke und einen Haufen Steine besorgt. Ich hatte einen Handkoffer dabei. Seine Nase, die Ohren und ein paar Bauchstreifen hab ich in den Koffer getan. Ich hab ihn in der Mitte aufgeschlitzt, genau über dem Nabel. Hab sein Hinterteil komplett rausgetrennt und die Beine etwa 5 Zentimeter darunter abgeschnitten. Hab ich auch alles in den Koffer getan, allerdings mit viel Papier umwickelt. Den Kopf, die Füße, die Arme, die Hände und die Waden hab ich zusammen mit den Steinen in die Säcke gepackt. Hab die Enden vertäut und die Säcke in einem der Schlammteiche versenkt, die man entlang der Straße nach North Beach überall findet.«

»Zu Hause habe ich das Fleisch dann gegessen. Ich hatte das Bruststück, das ich am meisten mochte, seine Murmeln, seinen Pullermann und ein fettes Hinterteil, um es im Ofen schön knusprig zu braten. Aus den Ohren, der Nase, Teilen des Gesichts und dem Bauch habe ich ein Ragout gemacht. Ich habe Zwiebeln, Karotten, Steckrüben, Sellerie, Salz und Pfeffer dazugetan. Es schmeckte gut.«

»Dann habe ich die Backen seines Hinterteils gespalten, die Murmeln und den Pullermann abgeschnitten und erst einmal gewaschen. Ich habe Schinkenstreifen auf jede Hinterbacke gelegt und alles in den Ofen geschoben. Als das Fleisch eine Viertelstunde geschmort hatte, habe ich einen halben Liter Wasser für den Bratensatz drübergegossen und hab vier Zwiebeln dazugepackt. In regelmäßigen Abständen hab ich den Braten mit einem Holzlöffel geklopft. So blieb das Fleisch zart und saftig.«

»Innerhalb von zwei Stunden war der Braten durch und knusprig braun. Ich hab in meinem Leben keinen Truthahn gegessen, der nur halb so gut geschmeckt hat wie dieser kleine zarte Hintern. Ich habe vier Tage gebraucht, um alles aufzuessen. Der winzige Pullermann schmeckte süßlich wie eine Nuss, doch die Murmeln konnte ich nicht kauen. Hab sie die Toilette runtergespült.«

Die Beamten der New Yorker Polizei konnten nachweisen, dass Albert Fish im Februar 1927 als Maler für eine Baufirma in Brooklyn gearbeitet hatte. Am Tag, als Billy Gaffney spurlos verschwand, arbeitete er auf einer Baustelle, die nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt war. Die Polizei gelangte zu dem Schluss, dass Albert Fish aller Voraussicht nach der Mörder von Billy Gaffney war.

Der Mordfall Francis McDonnell

Auch im Vermisstenfall Francis McDonnell identifizierten mehrere Zeugen Albert Fish als den »grauen Mann«, der zuletzt mit dem verschwundenen Jungen gesehen worden war. Zunächst bestritt Fish, dieses Verbrechen begangen zu haben. Erst im März 1935 bestätigte er den Ermittlern, Francis McDonnell vergewaltigt und getötet zu haben.

Angesichts dreier Mordanklagen mit belastenden Indizien, Zeugenaussagen und Geständnissen des Angeklagten, die zudem vor verschiedenen Gerichten verhandelt worden wären, war es er sehr unwahrscheinlich, dass Albert Fish nochmals auf freien Fuß kam. Bisher war jedoch noch unklar, warum Fish seine Verbrechen begangen hatte. Wie konnte sich ein normaler Mensch in solch eine Bestie verwandeln, deren Taten jede Vorstellungskraft sprengten? Oder war Albert Fish niemals normal gewesen? Darüber mussten nun die psychiatrischen Gutachter entscheiden.

Pathologie eines Kannibalen

Dr. Fredric Wertham war einer dieser Ärzte, die den Geisteszustand und die Motive von Albert Fish begutachten sollten. Er war einer von drei Sachverständigen, die im Auftrag der Verteidigung tätig waren. Zunächst klärte Wertham die medizinische Vorgeschichte von Fish ab. Es stellte sich heraus, dass mehrere Familienmitglieder unter schwerwiegenden psychischen Problemen litten.

Ein Halbbruder war ebenso in einer staatlichen Heilanstalt verstorben wie ein Onkel väterlicherseits, der an einer schweren Manie erkrankt war. Ein jüngerer Bruder war geistig behindert und starb an Wasserkopf. Seine Mutter galt als »äußerst verschroben«. Es hieß, sie höre Stimmen und sehe »Dinge«. Mit anderen Worten: Sie hatte Halluzinationen. Eine Tante väterlicherseits galt als »vollkommen verrückt«. Ein Bruder war chronischer Alkoholiker, eine Schwester schwer depressiv.

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Albert Fish

Erste sexuelle Erfahrungen

Fish hatte im Verhör den Aufenthalt im Waisenhaus als Wendepunkt seines Lebens bezeichnet. Wertham wollte mehr von ihm darüber erfahren. Albert Fisch erzählte, dass sein Taufname eigentlich Hamilton Fish gelautet habe. Ein entfernter Verwandter gleichen Namens sei einst Außenminister im Kabinett von Präsident Grant gewesen. Als ihn die anderen Kinder im Heim ständig als »Ham & Eggs« verspotteten, benannte er sich in Albert um. So hieß ursprünglich ein Bruder von ihm, der bereits als Kind verstorben war. Interessanter aus Sicht des Psychiaters war Fishs Eingeständnis, dass ihn die zahlreichen Züchtigungen im Waisenhaus mit zunehmender Dauer sexuell erregt hatten. Albert Fish hatte also sehr frühzeitig masochistische Züge entwickelt.

Seine ersten praktischen sexuellen Erfahrungen hatte er mit 12 Jahren. Er fing eine Beziehung mit einem anderen Jungen an. Von dieser Zeit an suchte Fish regelmäßig Badehäuser auf, in denen er andere Jungen heimlich beim Entkleiden beobachtete. Laut Fishs Aussagen machte sein jugendlicher Liebhaber ihn auch mit sexuellen Praktiken wie Urophilie und Koprophagie bekannt. Fish experimentierte in der Folge mit immer extremeren Spielarten. Beispielsweise nahm er ein Stück Baumwolle, tränkte es mit Alkohol und schob es sich in das Rektum. Dann zündete er den Stoff an. In späteren Jahren tat er das Gleiche seinen minderjährigen Opfern an.

Kriminelle Anfänge

Als er 1890 in New York eintraf, verdingte er sich als männliche Prostituierte. Zur gleichen Zeit verübte er seine ersten Vergewaltigungen an Jungen. Fish gestand Dr. Wertham, dass er in seinem Leben viele weitere Kinder misshandelt habe – »mindestens 100«. In der Mehrzahl seien sie jünger als sechs Jahre gewesen. Meistens habe er sie mit Geld oder Süßigkeiten bestochen. Gewöhnlich habe er sich afroamerikanische Kinder als Opfer ausgesucht. Er war der Überzeugung, dass die Polizei diesen Missbrauchs- oder Vermisstenfällen weitaus weniger Aufmerksamkeit schenken würde.

Etwa um 1910 arbeitete Albert Fish in Wilmington, Delaware. Dort lernte er den 19-jährigen Thomas Kedden kennen. Die beiden begannen eine sadomasochistische Beziehung. Es ist nicht klar, ob Fish seinen Liebhaber zu diesen Praktiken zwang, denn gemäß seinen Schilderungen war Kedden geistig behindert.

Als sie zehn Tage zusammen waren, brachte Fish Kedden zu einem alten Bauernhof. Dort folterte er seinen Freund zwei Wochen lang. Schließlich fesselte Fish ihn und schnitt ihm den halben Penis ab. »Ich werde nie vergessen, wie er geschrien hat. Wie er mich angeblickt hat.« Fish hatte geplant, Kedden zu töten und seinen Leichnam zu zerstückeln. Doch es war heiß und er fürchtete, dass der Verwesungsgeruch allzu schnell Leute anlocken würde.

Also schüttete er Peroxid über die Schnittwunde, wickelte ein Tuch, das er mit Vaseline präpariert hatte, um den Penis und hinterließ einen Zehndollarschein. Zum Abschied küsste er Kedden. »Hab den ersten Zug nach Hause genommen. Hab nie gehört, was mit ihm passiert ist. Und hab mich auch nicht bemüht, es herauszukriegen.«

Albert Fish kehrte niemals an den Ort zurück, in dem er ein Kind missbraucht hatte. Er behauptete, er habe in mindestens 23 Bundesstaaten gelebt. In jedem dieser Staaten habe er mindestens ein Kind getötet. Manchmal habe er seinen Job als Anstreicher verloren, weil er des Missbrauchs oder des Mordes verdächtigt wurde.

Nadeln und Wahnvorstellungen

Dr. Wertham hegte zu Beginn Zweifel, ob ihm Fish immer die Wahrheit erzählte. Eine Geschichte machte ihn besonders stutzig. Albert Fish beteuerte, er habe sich über Jahre hinweg Nadeln in die Gegend zwischen Rektum und Skrotum eingeführt. Diese Tortur habe er auch an vielen seiner Opfer wiederholt. Anfangs habe er die Nadeln nur so weit hineingestochen, dass sie stecken blieben. Mit der Zeit wäre er weitergegangen, bis die Nadeln so tief im Gewebe verschwanden, dass er sie nicht mehr herausziehen konnte. Dr. Wertham ließ Fish röntgen. Auf den Röntgenbildern waren tatsächlich 29 Nadeln zu erkennen, die in seinem Unterleib steckten.

Albert Fish, Röntgenbild des Unterleibs

Im Alter von 55 Jahren stellten sich bei Albert Fish Halluzinationen und Wahnvorstellungen ein. Ihm erschienen Jesus Christus und die Erzengel. Sie sagten ihm, wie er sich von der Sünde reinwaschen könne. Dazu müsse er Buße tun, indem er sich selbst und anderen Leiden zufügte. Fishs Kinder erzählten Wertham, sie hätten ihren Vater beobachtet, wie er sich mit einem nagelbesetzten Paddel geschlagen habe, bis er über und über blutig war. Einmal habe er auf einem Hügel gestanden, die Hände gen Himmel gestreckt, und gerufen: »Ich bin Jesus Christus!«

Fish glaubte, dass ihm Gott persönlich befohlen habe, kleine Jungen zu quälen und zu kastrieren. »Was ich getan habe, musste rechtens sein. Denn ansonsten hätte mir ein Engel Einhalt geboten, so wie in der Bibel ein Engel einschritt, als Abraham seinen Sohn opfern wollte.«

Nüchtern und emotionslos

Was Wertham am meisten verwunderte, war die Tatsache, dass Albert Fish all diese Dinge völlig nüchtern und emotionslos erzählte. Selbst als er detailliert schilderte, wie er den kleinen Billy Gaffney gefoltert, zerstückelt und verspeist hatte, hörte es sich an, als würde eine Hausfrau über ihr Lieblingsrezept referieren. Werthams Einschätzung: »Wie immer man aus medizinischer oder juristischer Sicht Geisteskrankheit definieren mag – dieser Bursche war eindeutig jenseits von Gut und Böse.«

Aus Dr. Werthams Sicht war Albert Fish aufgrund einer fortgeschrittenen paranoiden Psychose geistig unzurechnungsfähig. Sein Fazit: »Weil Fish unter Wahnvorstellungen litt und sich gedanklich nahezu ausschließlich mit Bestrafung, Sünde, Buße, Religion, Folter und Selbstgeißelung beschäftigte, hatte er eine verzerrte, abnormale und – wenn man so will – geisteskranke Vorstellung von richtig und falsch. Er kannte nur eine einzige Kontrollinstanz für sein Handeln: Gott. Solange dieser nicht eingriff, empfand Fish sein Tun gerechtfertigt.«

Zwei weitere Gutachter, die die Verteidigung bestellt hatte, kamen zum gleichen Schluss wie Dr. Wertham. Auch sie hielten Albert Fish für geisteskrank. Die Sachverständigen der Anklage gelangten allerdings zu einem gänzlich anderen Urteil. Für sie war Fish voll zurechnungsfähig.

Pikanterweise war einer dieser Psychiater Leiter einer psychiatrischen Klinik, in der Fish 1930, zwei Jahre nach dem Mord an Grace Budd, zur Beobachtung eingeliefert wurde. Er hatte bereits damals diagnostiziert, dass Albert Fish geistig nicht gesund sei – jedoch mit dem rückblickend peinlichen Zusatz »harmlos«.

Der Prozess

Albert Fish musste sich zunächst vor einem Gericht in White Plains, New York, wegen des Mordes an der 10-jährigen Grace Budd verantworten. Der Prozess begann am 11. März 1935. Vorsitzender Richter war Frederick P. Close, Vertreter der Anklage Elbert F. Gallagher. Fish wurde von James Dempsey verteidigt.

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Albert Fish vor Gericht

Stecken und Haarbürsten

Die Prozessstrategie der Verteidigung war einzig und allein darauf ausgerichtet, das Gericht von Fishs Unzurechnungsfähigkeit zu überzeugen. Rechtsanwalt Dempsey brachte die Vorgeschichte seines Mandanten zur Sprache, statt auf den eigentlichen Mordfall einzugehen. Er rief Zeugen auf, die sein krankhaftes Verhalten schilderten. Zudem ging er detailliert auf die zahlreichen Selbstgeißelungen ein, denen sich Fish unterzog.

Gleichzeitig versuchte Dempsey, die menschliche Seite des Angeklagten herauszuarbeiten. Denn trotz aller begangener Grausamkeiten habe er sich als verantwortungsbewusster Vater erwiesen, der keines seiner Kinder jemals angerührt habe. Der Anwalt rief mehrere Kinder in den Zeugenstand, die den guten und den irren Vater beschrieben.

Darunter befand sich beispielsweise Mary Nicholas, eine 17-jährige Stieftochter aus einer weiteren Ehe von Albert Fish. Sie beschrieb dem Gericht, wie Fish ihr und ihren Geschwistern ein Spiel beigebracht hatte. »Er ging auf sein Zimmer. Dort hatte er eine Badehose, eine braune Badehose. Er zog sie an und ging vor uns auf Hände und Knie. Dann drückte er uns einen Stock in die Hand, mit dem er normalerweise Farbe anrührte. »

»Wir Kinder mussten uns dann auf seinen Rücken setzen und mehrere Finger in die Höhe strecken. In dem Spiel ging es darum, dass er raten musste, wie viele Finger wir genau zeigten. Wenn er sich verschätzte, durften wir ihm mit dem Stock auf den Po schlagen. So oft, wie er mit der Schätzung daneben lag. Und er lag eigentlich jedes Mal daneben. Manchmal rief er Zahlen, die größer als zehn waren, oder drückte uns eine Haarbürste in die Hand statt des Steckens.« Mary Nicholas schilderte auch, wie sich der Vater vor den Augen der Kinder Nadeln unter die Fingernägel geschoben hatte.

Dempsey lieferte den Geschworenen eine mögliche Ursache für das gestörte Verhalten seines Mandanten. Er habe unter einer Bleivergiftung gelitten, wie sie häufig bei Anstreichern und Lackierern auftrat. Die giftigen Dämpfe, die im Farbstoff enthalten waren, schädigten nachweislich das Gehirn.

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Verteidiger James Dempsey mit Albert Fish

Der Schädel von Grace Budd

Die Staatsanwaltschaft gestand zwar zu, dass sich Albert Fish häufig abnorm verhalten habe und die Wesenszüge eines Psychopathen und einer sexuell pervertierten Persönlichkeit aufweise. Doch gab es aus Sicht der Anklage genügend Beweise, die belegten, dass der Angeklagte dem Gesetz nach dennoch geistig zurechnungsfähig war.

So verfüge Albert Fish trotz seines fortgeschrittenen Alters über ein ausgezeichnetes Gedächtnis, führte Staatsanwalt Gallagher aus. Er habe sich in New York und Umgebung stets tadellos orientieren können. Und es sei ihm sehr wohl bewusst gewesen, dass seine Taten als Verbrechen geahndet würden. Sonst hätte er sich wohl kaum die Mühe gemacht, sie zu vertuschen. Zudem habe er ein abgeschiedenes Haus ausbaldowert, das für seine Zwecke geeignet gewesen sei, und entsprechendes Werkzeug besorgt, um die Tat durchführen zu können. Das seien alles Merkmale, die auf eine bewusste und zielgerichtete Planung hindeuteten.

Am dritten Prozesstag präsentierte Staatsanwalt Gallagher unter wütendem Protest der Verteidigung eine Kiste mit den sterblichen Überresten von Grace Budd, die man im Landhaus geborgen hatte. Detective William King saß derweil im Zeugenstand und zitierte das Geständnis, das Albert Fish im ersten Verhör abgelegt hatte. Am Ende des Vortrags griff Staatsanwalt Gallagher in die Schachtel und präsentierte den Geschworenen mit einer dramatischen Geste den kleinen Schädel des ermordeten Mädchens.

Ignorierter Kannibalismus

Verteidiger Dempsey unternahm einen letzten Anlauf, um das Gericht von der geistigen Unzurechnungsfähigkeit seines Klienten zu überzeugen. Die Staatsanwaltschaft hatte jeden Hinweis auf Fishs Kannibalismus aus der Anklageschrift getilgt. Albert Fish hatte im Verhör gestanden, dass er »unbeabsichtigt ejakuliert« habe, wie er es ausdrückte, als er das Mädchen erdrosselt habe. Diese Aussage reichte der Staatsanwaltschaft, um Fish ein Motiv für die Tat nachzuweisen: sexuelle Befriedigung.

Dempsey ließ nun Dr. Wertham in aller Ausführlichkeit schildern, wie Albert Fish sein Opfer verspeist hatte. Doch Dempseys Plan verpuffte. Er hatte gehofft, dass die Geschworenen seinen Mandanten nun als Wahnsinnigen einstufen würden.

Einer der Juroren erzählte später angeblich, keiner der Geschworenen habe ernsthaft daran gezweifelt, dass Fish geisteskrank war. Man sei sich jedoch einig gewesen, dass er aufgrund der Unbeschreiblichkeit seiner Taten dennoch hingerichtet werden müsse. Nun ja, wenn es stimmen sollte: menschlich nachvollziehbar – juristisch nicht.

Denn der Grundsatz des amerikanischen Strafrechts lautet: Ein Angeklagter gilt dann als schuldig, wenn das Gericht ihm seine Tat jenseits eines begründeten Zweifels nachweisen kann. Will meinen: Die Geschworenen können darüber diskutieren, ob sie das Gutachten für schlüssig oder nicht überzeugend halten. Sie können darüber streiten, ob der Täter nichtsdestotrotz verantwortlich für seine Taten ist. Was nicht geht: es einfach komplett zu ignorieren und sich auf sein Gerechtigkeitsempfinden zu berufen.

Aber eine Sache darf man bei dieser Diskussion nicht aus den Augen verlieren: Verteidigungen, die auf Unzurechnungsfähigkeit des Angeklagten plädieren, haben vor US-Gerichten erfahrungsgemäß wenig Aussicht auf Erfolg. Der Nachweis einer psychischen Erkrankung oder Beeinträchtigung reicht dort nicht aus, um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Der springende Punkt aus juristischer Sicht ist: War dem Beschuldigten bei der Durchführung der Tat bewusst, dass er etwas Unrechtes tut? Oder hat die Krankheit – der „Wahnsinn“ – genau dies verhindert? Um es mal vereinfacht auszudrücken.

Albert Fish ist eben nicht schnurstracks in das Haus der Budds gestürmt und hat die 10-jährige Grace dort vor den Augen ihrer Familie getötet und zerstückelt. Hätte sich die Tat so abgespielt, könnte man darüber streiten, ob er vom Wahn umnebelt handelte. Stattdessen hat er sich eine Story ausgedacht. Er hat sich einen Falschnamen zugelegt. Er hat sich einen Plan zurechtgelegt, wie er das Mädchen aus der elterlichen Wohnung und in eine tödliche Falle locken konnte.

Alleine dieses vorausschauende Verhalten spricht Bände. Albert Fish war sich augenscheinlich vollkommen bewusst darüber, dass seine Tat gegen soziale Normen verstieß und er seine wahren Absichten vor seinen Mitmenschen verbergen musste. Kurzum: Andere US-Gerichte wären am Ende des Tages vermutlich zum selben Urteil wie diese Geschworenen gelangt, wenn auch auf Basis einer juristisch besser begründeten Entscheidung.

Hinrichtung

Der Prozess dauerte zehn Tage. Die Geschworenen benötigten weniger als eine Stunde, um zu einem Urteil zu gelangen. »Wir befinden den Angeklagten für schuldig«, verkündete der Sprecher der Jury. Richter Close verhängte anschließend die Todesstrafe gegen Albert Fish. Der Angeklagte bedankte sich artig beim Richter für den Urteilsspruch.

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Albert Fish wird aus dem Gericht abgeführt

Nach der Urteilsverkündung wurde Albert Fish im März 1935 in das Gefängnis Sing Sing überstellt. Während viele Todeskandidaten in der „Death Row“ in tiefe Depressionen verfielen, blieb Fish beängstigend ruhig und korrespondierte weiterhin mit Ärzten.

In den Stunden unmittelbar vor seinem Tod verfasste er zudem ein mehrseitiges, handgeschriebenes Dokument. Sein Anwalt James Dempsey verweigerte später jedoch die Veröffentlichung dieser „letzten Erklärung“ mit der Begründung, es sei die „schmutzigste Abfolge von Obszönitäten“, die er je gelesen habe.

Am späten Abend des 16. Januar 1936 wurde Fish in die Hinrichtungskammer geführt. Er betrat den Raum um 23:06 Uhr und zeigte dabei eine Kaltblütigkeit, die selbst das erfahrene Personal erschütterte. Berichten zufolge half er dem Henker sogar aktiv dabei, die Elektroden an seinem eigenen Körper zu justieren. Es hieß, er freue sich auf den „ultimativen Kick“ durch den elektrischen Schlag – eine letzte masochistische Fantasie, die er bis in den Tod verfolgte. Entgegen der Legende von der religiösen Läuterung lauteten seine letzten Worte laut offiziellen Berichten schlicht: „Ich weiß nicht einmal, warum ich hier bin“.

Legendenbildung und das Ende

Die Hinrichtung selbst nährte weitere Mythen. Ein Zeuge berichtete, dass zwei Stromstöße nötig waren, bis der Tod eintrat. Dies befeuerte das hartnäckige Gerücht, die zahlreichen Nadeln, die Fish sich über die Jahre in seinen Unterleib gestochen hatte, hätten einen Kurzschluss im elektrischen Stuhl verursacht. Spätere Untersuchungen wiesen dies jedoch als unwahr zurück; Fish starb in der gleichen Weise und im gleichen Zeitrahmen wie andere Delinquenten vor ihm.

Um 23:09 Uhr wurde sein Tod amtlich festgestellt. Der Mann, dessen Taten jede menschliche Vorstellungskraft sprengten, wurde auf dem Friedhof des Sing Sing Gefängnisses beigesetzt.

Offizielle Opfer

  • Francis X. McDonnell (8), verschwunden am 15. Juli 1924
  • Billy Gaffney (4), verschwunden am 11. Februar 1927
  • Grace Budd (10), verschwunden am 3. Juni 1928

Mögliche weitere Opfer

  • Emma Richardson (5), verschwunden am 3. Oktober 1926
  • Yetta Abramowitz (12), verschwunden 1927
  • Emil Aalling (4), verschwunden am 13. Juli 1930
  • Robin Jane Liu (6), verschwunden am 2. Mai 1931
  • Mary Ellen O‘Connor (16), verschwunden am 15. Februar 1932
  • Benjamin Collings (17), verschwunden am 15. Dezember 1932

 * * * * *

Bücher zu Albert Fish

Sachbücher (englisch)

Harold Schechter: Deranged (1990)

Der Historiker Harold Schechter hat bereits kenntnisreich über den Fall Ed Geiner geschrieben.

Mel Heimer: The Cannibal (1971)

Älteres Sachbuch über den Fall.

John Borowski: Albert Fish In His Own Words (2014)

Borowski ist Dokumentarfilmer und hat einige Originaldokumente aufgetrieben, darunter die Gutachten vom Psychiater Dr. Wertham, dessen Akten auf gerichtliche Anordnung bis 2010 versiegelt waren.

Frederic Wertham: Show of Violence (1949)

Der Gutachter Dr. Wertham hat selbst ein Buch über den Fall Albert Fish verfasst.

Filme zu Albert Fish

Wirkliche viele Filme oder Dokumentationen über den Fall Albert Fish gibt es momentan nicht.

Spielfilm

Der Kindermörder (2007)

Regisseur Scott L. Flynn bemüht sich um eine authentische Darstellung des Falls. Der Film konzentriert sich vor allen Dingen auf den Mord an der 10-jährigen Grace Budd. Auf die anderen Fälle wie etwa die Ermordung von Billy Gaffney geht der Spielfilm nicht ein oder die dargestellten Szenen entsprechen nicht den historischen Fakten.

Dokumentation (englisch)

Albert Fish (2006)

Eine Dokumentation des amerikanischen Regisseurs John Borowski. Leider ist die Informationsseite zum Film, wo man die DVD erwerben konnte, inzwischen vom Netz genommen.

Kapitelübersicht zum Fall Albert Fish

  1. Kapitel 1: Albert Fish und der Mord an Grace Budd
  2. Kapitel 2: Geständnisse, Kannibalismus und die Hinrichtung von Albert Fish

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