Categotry Archives: Carroll Cole

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(4) Sterbehilfe für einen Serienmörder

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Selbst nach seinem ausführlichen Geständnis musste Carroll Cole noch darum kämpfen, dass sich die Behörden endlich für ihn zuständig fühlten – das Leitmotiv seines Lebens. Detective Gerald Robinson reagierte auf die Ausführungen Coles zunächst skeptisch. Bei der Polizei kreuzten häufig genug Spinner auf, die von der Kreuzigung Jesus bis zum Kennedy-Attentat alle Verbrechen der Menschheit gestanden, nur um etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Robinsons Zweifel schienen sich zu bestätigen, als er weitere Nachforschungen anstellte. Die Gerichtsmediziner, die er befragte, beharrten auf ihrer ursprünglichen Diagnose. Mehrere Frauen, von denen Cole behauptete, sie ermordet zu haben, seien nicht durch Fremdverschulden ums Leben gekommen. Die Polizeibehörden von San Diego gingen noch einen Schritt weiter. Sie stempelten Carroll Cole als Lügner und Aufschneider ab.

Lieutenant John Gregory, Leiter der Mordkommision von San Diego, äußerte sich vor den Medien wie folgt: »Ich bin überzeugt, dass an dieser Geschichte nichts dran ist. Unsere Gerichtsmedizin leistet hervorragende und gründliche Arbeit. Dieser Cole müsste schon eine ganz neue Methode erfunden haben, wie man Menschen erwürgt, ohne Blutergüsse zu hinterlassen. Daran glaube ich nicht.« Weiterlesen →

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(3) Der ignorierte Serienkiller

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Am 7. Mai 1971 bandelte Carroll Cole in einer Bar in San Diego mit der 39-jährigen Besitzerin Essie Buck an. Er lockte sie in seinen Wagen und erwürgte sie dort. Den Leichnam versteckte Cole über Nacht im Kofferraum. »Am nächsten Morgen wachte ich auf und fühlte gar nichts. Weder Erleichterung noch Schuld oder irgendein anderes Gefühl, was man in so einer Situation vielleicht hätte erwarten können. Einfach nur gar nichts. Es fühlte sich genauso an wie an jedem anderen beschissenen Morgen.« Carroll Cole verbrachte seinen 33. Geburtstag damit, Essie Bucks Leichnam zu beseitigen.

Zwei Wochen danach betrank sich Cole mit einer Frau, von der er nur den Vornamen wusste: Wilma. Nach einer gemeinsam verbrachten Nacht erwürgte er Wilma. Er vergrub ihre Leiche in den Hügeln rund um San Ysidoro. Die Polizei konnte weder die sterblichen Überreste bergen noch jemals die Identität der Frau klären. Nur eine Woche später tötete Carroll Cole sein drittes Opfer. Hier kannte er noch nicht einmal den Vornamen. Er ging nach dem immer selben Schema vor: Suff, Sex, Erwürgen. Weiterlesen →

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(2) Eine mörderische Kindheit

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Carroll Edward Cole wurde am 9. Mai 1938 in Sioux City (Iowa) geboren. Er war der zweite Sohn von LaVerne und Vesta Cole. Eine Schwester, die ein Jahr nach Carroll zur Welt kam, komplettierte die Familie Cole. Anfang der 1940er zogen die Coles nach Richmond in Kalifornien. Der Vater hoffte, einen Job auf einer der dortigen Werften zu ergattern. Der Zweite Weltkrieg warf seine Pläne über den Haufen. In den nächsten drei Jahren musste die Familie ohne LaVerne Cole auskommen. Carroll Cole sollte am meisten unter der Abwesenheit des Vaters zu leiden haben. Weiterlesen →

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Carroll Cole – Der angekündigte Serienmörder

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Carroll Edward Cole tötete von 1971 bis 1980 14 Frauen. Das Ungewöhnliche an diesem Fall: Bevor er den ersten Mord beging, wandte er sich mehrfach an die Behörden. Er verspüre den Drang, Frauen zu töten und zu vergewaltigen, und wisse sich nicht zu helfen. Tragischerweise fühlte sich keiner der angesprochenen Polizisten, Richter und Psychiater für Coles Hilfeschrei verantwortlich. Weiterlesen →