Les Zoeller, zuständiger Beamter der Mordkommission, reagierte zunächst skeptisch auf die Anschuldigungen der May-Brüder. Zoeller konnte angesichts der Indizien, die sie vorlegten, ja noch nachvollziehen, dass Joe Hunt im großen Stil Anlagebetrug begangen hatte. Aber Mord? Nach den Schilderungen der Brüder May hatte Zoeller eher den Eindruck gewonnen, dass Hunt ein gewohnheitsmäßiger Lügner und Aufschneider war.
Doch als Zoeller die Datenbank nach Ron Levin überprüfte, stellte er fest, dass Levins Vater zwei Wochen zuvor Vermisstenanzeige für seinen Sohn gestellt hatte. Die Polizei war der Anzeige wegen Levins Vorstrafen bisher nicht nachgegangen. Die Beamten der Vermisstenfahndung glaubten, dass Levin mal wieder ein krummes Geschäft gedreht habe und untergetaucht sei. Zoeller telefonierte mit Levins Vater, der sich ernsthaft Sorgen um seinen Sohn machte. Der Vater erklärte sich einverstanden, dass sich Zoeller in Levins Haus umschaute.
Inhaltsverzeichnis
Billionaire Boys Club – Kapitel 3
Die Liste des Mörders
Im Beisein von Levins Vater ging Zoeller die Unterlagen durch. Er fand sowohl den Vertrag als auch die Briefe, die Joe Hunt in der Wohnung zurückgelassen hatte. Doch ein weitaus interessanteres Fundstück fiel Levins Vater in die Hände: Eine Art Liste, die sieben Seiten umfasste. Es handelte sich um handschriftliche Aufzeichnungen. Levins Vater hatte keine Ahnung, wozu diese Aufstellung dienen sollte und wer sie verfasst hatte. Denn der Text stammte auf keinen Fall aus der Feder seines Sohnes, das erkannte er am Schriftbild. Die Liste umfasste stichwortartige Bemerkungen wie:
Jim gräbt eine Grube
Joe trifft um 9:00 Uhr ein. Lässt Jim rein.
Unterzeichnung des Vertrages
Jalousien schließen
Mund verkleben
Handschellen
Hund töten
Les Zoeller hingegen dämmerte, was der Inhalt dieses Schreibens bedeutete. Das war die To-do-Liste eines Mörders. Genau die Art und Weise, wie ein hochgradig organisierter Broker ein Kapitalverbrechen angehen würde. Aber konnte Hunt tatsächlich so blöde sein, dieses erstklassige Beweisstück an einem potenziellen Mordtatort zurückzulassen? Ein Vergleich der Fingerabdrücke und eine Schriftanalyse würden diese Frage klären.

Die Nachricht auf dem Anrufbeantworter
Zoeller unterrichtete umgehend die May-Brüder über die neuesten Entwicklungen. Da er Tom May nicht zu Hause antraf, hinterließ er eine kurze Nachricht auf dessen Anrufbeantworter. Was Zoeller nicht ahnen konnte: Joe Hunt hatte inzwischen Wind von der Meuterei seiner Mitarbeiter bekommen und war in Tom Mays Wohnung eingebrochen.
Er suchte die belastenden Dokumente, die ihm die Zwillinge entwendet hatten. Nun hörte er Zoellers Nachricht auf dem AB. Die Zwillinge hatten ihn verpfiffen. Für Joe Hunt kam das einer Kriegserklärung gleich.
Hunt versuchte daraufhin, Dave und Tom May in eine Falle zu locken. Die beiden waren klug genug, nicht darauf einzugehen. Die Schlinge um Joe Hunts Hals zog sich immer mehr zu. Die einstigen Mitarbeiter wendeten sich von ihm ab, die Polizei war ihm auf den Fersen und die Investoren, die von den Schwierigkeiten Wind bekommen hatten, verlangten ihr Geld zurück.
Ein Riesenbluff
Joe Hunt berief eine Generalversammlung ein. 70 geschockten Anlegern erklärte er nun, dass ihr Vermögen futsch war. Hunt besaß sogar noch die Chuzpe, ihnen vorzuwerfen, dass sie wegen ihrer Panik selber Schuld an dem Verlust trugen. Juristisch gesehen sei er nicht verpflichtet, ihnen ihr Geld zurückzuzahlen. Doch wenn sie ihm schriftlich zusicherten, ihn nicht zu verklagen, würde er für jeden Unterzeichner eine individuelle Rückzahlungsvereinbarung aufsetzen.
Hunt zog wieder mal einen Riesenbluff ab. Die meisten geprellten Anleger waren jedoch zu geschockt, um sich zur Wehr zu setzen, und unterschrieben. Sie klammerten sich an die irrationale Hoffnung, zumindest einen Teil ihrer Investitionen zurückzuerhalten. Joe Hunt musste keinen einzigen Cent erstatten. Denn am 28. September 1984 nahm die Polizei ihn in Gewahrsam.
Im Verhör
Les Zoeller verhörte ihn. Joe Hunt gab sich während des Verhörs unerschrocken und cool. Ein Beamter nahm ihm die Fingerabdrücke ab. Während Hunt im Verhörzimmer wartete, verglichen die Ermittler die Abdrücke mit jenen, die sie auf der To-do-Liste sichergestellt hatten. Die Fingerabdrücke waren identisch. Zoeller behielt dieses Detail zunächst für sich und befragte Hunt nach seiner Beziehung zu Ron Levin.

Joe Hunt behauptete, er und Levin seien enge Freunde und Geschäftspartner gewesen. Je mehr Hunt ins Reden kam, umso sicherer fühlte er sich. Dann ließ Zoeller die Bombe platzen. Er legte die siebenseitige Liste auf den Tisch. Die habe man in Levins Wohnung gefunden. Hunts Fingerabdrücke seien überall auf dem Dokument zu finden. Wie erkläre er sich das? Für einen Moment schwieg Joe Hunt. Zoeller hatte ihn überrumpelt. Dann verlangte Hunt einen Anwalt.
Stattdessen ließ ihn Zoeller laufen. Hunt redete sich wieder ein, dass die Polizei nicht genügend gegen ihn in der Hand halte, um ihm etwas nachzuweisen. Er suchte Dean Karny auf und verlangte von ihm, dass er ihm ein Alibi liefere für die Nacht, in der Levin verschwunden war. Dean willigte zwar ein, wurde aber zunehmend nervös. Er hatte Angst, dass man ihn als Nächsten verhaften würde.
Der Kronzeuge
Zoeller hatte in der Zwischenzeit von Reza Eslaminias Aktivitäten in der Schweiz erfahren. Bevor der Besitz seines Vaters auf seinen Namen überschrieben wurde, erwirkte er bei den Schweizer Behörden einen Beschluss, der dies verhinderte. Reza Eslaminia und Ben Dotsi kehrten daraufhin in die USA zurück. Als Dotsi mit seiner Mutter telefonierte, erfuhr er, dass die Polizei nach ihnen fahndete. Eslaminia und Dotsi tauchten unter.
Dean Karny traf eine andere Entscheidung. Er vertraute sich seinen Eltern an. Diese besorgten ihm einen Anwalt, der einen Deal mit dem Staatsanwalt aushandelte. Er bekam Straffreiheit garantiert, wenn er ein volles Geständnis ablegte und alle Beteiligten ans Messer lieferte. Dean Karny, die Nummer 2 des »Billionaire Boys Club« willigte erleichtert ein. Er beichtete die beiden Morde und führte die Ermittler zum Versteck von Eslaminias Leiche. Sie fanden nur noch Knochen vor, aber mittels des Gebisses war es möglich, den iranischen Geschäftsmann zu identifizieren.
Die Prozesse
Joe Hunt wurde erneut verhaftet. Die Eltern seiner Freundin holten ihn auf Kaution raus und ließen ihn für die Dauer des Prozesses bei sich wohnen. Joe Hunt gab vor Gericht an, mittellos zu sein. Das Gericht stellte ihm Arthur Barens als Pflichtverteidiger zur Seite. Die Mordfälle Ron Levin und Hedayat Eslaminia kamen in zwei getrennten Verfahren zur Verhandlung.
Die Verteidigungsstrategie, für die sich Arthur Barens im Fall Ron Levin entschied, war simpel. Es gab keine Leiche. Es gab sogar ein Ehepaar, das behauptete, Levin nach seinem angeblichen Verschwinden gesehen zu haben. Das würde seiner Meinung nach reichen, um bei den Geschworenen einen begründeten Zweifel hervorzurufen.
Staatsanwalt Fred Wapner stand jedoch nicht auf verlorenem Posten. Er hatte die To-Do-Liste, den Kronzeugen Dean Karny und zwei weitere Argumente auf seiner Seite. Eine Vielzahl von Zeugen entwarf ein vernichtendes Charakterbild von Joe Hunt, das einen Mord durchaus wahrscheinlich erschienen ließ.
Außerdem hatte Joe Hunt niemals versucht, Levins Aufenthaltsort nach dessen angeblichem Verschwinden herauszufinden oder ihn mit einem Appell dazu zu bewegen, sich bei den Behörden zu melden. Das wirkte unglaubwürdig, weil Hunt ja behauptete, eng befreundet mit dem Vermissten zu sein.
Lebt Ron Levin noch?
Zu Beginn des Prozesses kündigte Arthur Barens an, dass Joe Hunt zu einer Aussage bereit sei und in den Zeugenstand treten würde. Das ganze Verfahren drehte sich um eine einzige Frage: War Ron Levin tot oder lebte er noch? Es gab keinerlei Hinweise, dass Levin seine Flucht geplant hatte oder aus irgendwelchen Gründen hätte untertauchen müssen. Seine Mutter sagte aus, dass ihr Junge sie immer angerufen habe, egal, wo er sich aufgehalten habe. Doch seit dem 6. Juni 1984 habe sie nichts mehr von ihm gehört.
Am Ende der Beweisaufnahme war nichtsdestotrotz unklar, wie die Entscheidung der Geschworenen ausfallen würde. Zu viele Zeugen der Anklage hatten sich nicht eindeutig genug geäußert. Die Zweifel, ob der mehrfach vorbestrafte Ron Levin nicht doch Hals über Kopf die Flucht angetreten hatte, waren nichts restlos ausgeräumt.
Es kam jetzt auf die Aussage von Joe Hunt an und wie er sich im Kreuzverhör schlagen würde. Da gab sein Verteidiger überraschend bekannt, dass Hunt entgegen der Ankündigung nicht im Zeugenstand auftreten werde. Barens nannte keinen Grund für diese Entscheidung.
Urteilsverkündung
Bei den Geschworenen kam dieses Verhalten offensichtlich nicht gut an. Denn am 22. April 1987 erklärten sie den Angeklagten für schuldig. Sie trauten sich jedoch nicht, ihn zum Tode zu verurteilen, was nach kalifornischem Recht möglich gewesen wäre. Vermutlich hatten sie Angst, eine fatale Fehlentscheidung zu treffen, die sich nicht mehr umkehren ließ, sollte Ron Levin, so unwahrscheinlich es war, doch noch unter den Lebenden weilen.
Joe Hunt war während der Urteilsverkündung wie im Verlauf des gesamten Prozesses die Ruhe selbst. Er drehte sich lediglich zu seiner Lebensgefährtin um und zuckte kurz mit den Schultern. Nach der Urteilsverkündung stellte er sich den Medien. Er behauptete nach wie vor, dass Ron Levin lebe und sich eines Tages melden würde. Die Entscheidung der Geschworenen sei leider ein Fehlurteil auf Grundlage falscher Fakten. Ihm bliebe nur eines: sich nicht unterkriegen zu lassen und weiter für sein Recht zu kämpfen.
Joe Hunt 1987
Film mit fatalen Folgen
Direkt im Anschluss ging Hunt in Berufung. Er setzte alle Hebel in Bewegung, um die Werbetrommel für sich zu rühren. So gab er beispielsweise der populären Sendung »60 Minutes« ein ausführliches Interview. Er hatte für alle Vorwürfe eine Erklärung parat. Gleichzeitig versuchte er die Ausstrahlung eines mehrteiligen Fernsehfilms von NBC zu verhindern, der auf seiner Geschichte basierte. Das Gericht wies seine Klage zurück.
Die Ausstrahlung sollte weniger Joe Hunt schaden, sondern anderweitig fatale Konsequenzen haben. Im Juli 1989 schauten sich die beiden Brüder Erik und Lyle Menendez aus Los Angeles eine Wiederholung des Films »The Billionaire Boys Club« an.
Die Sendung inspirierte die beiden Kinder reicher Eltern dazu, Vater und Mutter auf denkbar brutalste Art umzubringen, um an ihr Erbe heranzukommen. Der Fall der Menendez-Brüder schlug in der amerikanischen Öffentlichkeit ähnlich hohe Wellen wie der Prozess gegen Joe Hunt oder das Verfahren einige Jahre später gegen O. J. Simpson.
Die übrigen Verdächtigen
Der Polizei gelang es schließlich auch, Reza Eslaminia und Ben Dotsi in ihrem Versteck aufzustöbern. Beide versuchten, sich herauszureden. Ben Dotsi behauptete, bei den Morden nicht dabei gewesen zu sein. Reza Eslamania beteuerte, noch nicht einmal in die Entführung eingeweiht gewesen zu sein. Notizen, die die Polizei in seinen Unterlagen gefunden hatte, besagten etwas anderes. Zumindest von der Geiselnahme hatte er gewusst. Das Gericht verurteilte beide Angeklagte zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe ohne Chance auf Bewährung.
Jim Pittman, dem ehemaligen Sicherheitschef von BBC, war mehr Glück beschieden. In zwei Prozessen, in denen er sich wegen der Ermordung von Ron Levine verantworten musste, gelangten die Geschworenen zu keinem einstimmigen Ergebnis. Pittman handelte einen Deal mit der Staatsanwaltschaft aus. Er bekannte sich der Beihilfe zum Mord und dem unerlaubten Tragen einer Waffe schuldig.
Joe Hunt verteidigt sich selbst
1992 fand das zweite Verfahren gegen Joe Hunt statt. Es ging um den Mord an Hedayat Eslaminia. Hunt hatte sich für eine gefährliche Strategie entschieden. Er wollte sich in diesem Prozess selbst verteidigen. Mit dieser Masche hatten sich schon andere Kriminelle wie Ted Bundy oder Rodney Alcala ihr eigenes Grab geschaufelt.
Doch Joe Hunt, der keinerlei juristische Vorbildung besaß, schlug sich wacker vor Gericht. Es gelang ihm, die Geschworenen mithilfe seines rheotorischen Geschicks einzuwickeln. Er säte genügend Zweifel an der Version der Anklage, sodass die Geschworenen sich am Ende nicht auf einen Urteilsspruch einigen konnten. Der Staatsanwalt verzichtete auf eine Wiederaufnahme des Verfahrens angesichts der Tatsache, dass Hunt bereits eine lebenslängliche Haftstrafe verbüßte.
Reza Eslaminia und Ben Dotsi
1998 entschied das zuständige Berufungsgericht, dass der Prozess gegen Reza Eslaminia und Ben Dotsi wegen gravierender Verfahrensfehler neu aufgerollt werden müsse. Dotsi bekannte sich in dem neuerlichen Verfahren wegen Totschlags und Kidnapping schuldig. Die verhängte Strafe entsprach seiner bisher abgesessenen Zeit. Nach zehn Jahren im Gefängnis war er wieder ein freier Mann.
Reza Eslaminia kam noch billiger davon. Als seine Berufungsverhandlung anstand, war klar, dass Dean Karny nicht als Zeuge aussagen würde. Karny befand sich mittlerweile im Zeugenschutzprogramm und seine Identität sollte nicht gefährdet werden. Das Verfahren wurde daraufhin eingestellt, da die anderen Indizien nicht für eine Verurteilung ausreichten. 2012 geriet Eslaminia jedoch erneut mit dem Gesetz in Konflikt. Er überfuhr als Taxifahrer in San Francisco eine rote Ampel und verursachte einen Unfall. Dabei wurde ein dreifacher Familienvater getötet.
Die anderen Mitglieder des »Billionaire Boys Club« kamen ungeschoren davon.
* * * * *
Bücher zum Fall Joe Hunt
Sachbücher (englisch)
Sue Horton: Billionaire Boys Club (1990)
Porträt eines Soziopathen: Das Buch konzentriert sich vor allen Dingen auf die Person Joe Hunt.
Randall Sullivan: The Price of Experience: Power, Money, Image, and Murder in Los Angeles (1996)
Sullivan bettet den Kriminalfall Joe Hunt und das Phänomen »Billionaire Boys Club« in eine detaillierte Schilderung des Zeitgeists der 1980er Jahre ein.
Sachbücher (deutsch)
Die folgenden zwei Bücher auf Deutsch beschäftigen sich zwar nicht mit dem »Billionaire Boys Club«, berichten aber über andere bekannte Finanzskandale derselben Epoche.
Douglas Frantz: Mr. Diamond. Der Insider-Skandal von Wall Street (1991)
Dennis Levine war ein Experte für Firmenfusionen und Aufkäufe angeschlagener Unternehmen. Daneben war er in einen Insiderhandel-Skandal an der Wall Street verstrickt. Levine war einer der realen Vorbilder für die Figur Gordon Gekko in dem Film »Wall Street« von Oliver Stone.
James B. Stewart: Club der Diebe (1994)
Der Junk-Bond-Hype in den 1980-ern entpuppte sich als ähnliche Blase wie die New-Economy-Hysterie zur Jahrtausendwende. „Club der Diebe“ gibt Einblicke in die Welt der Investmentbanker und deren Umfeld. Die Hauptfiguren sind Martin Siegel, Ivan Boesky und Mike Milken – die amerikanischen Börsenstars der damaligen Zeit.
Filme zum Fall Joe Hunt
Dokumentationen (englisch)
Power, Privilege and Justice: The Billionaire Boys Club (2002)
Doku über Joe Hunt und den »Billionaire Boys Club«, produziert für Court TV. Folgende Zeitzeugen treten auf:
- Les Zoeller, leitender Ermittler des LAPD
- Arthur Barens, Strafverteidiger von Joe Hunt
- Bernice Rappaport, Maklerin, die das »Geiselhaus« für Hedayat Eslaminia an Joe Hunt vermittelte
- Brad Buckley, ehemaliger Mitarbeiter des »Billionaire Boys Club«
- Randy Marhes, Klassenkamerad von Joe Hunt
Spielfilme (englisch)
Marvin J. Chomsky: Billionaire Boy$ Club (1987)
Die im Text erwähnte mehrteilige Serie (insgesamt 3 Stunden lang) von NBC über den »Billionaire Boys Club«. Judd Nelson spielt Joe Hunt.
Spielfilme (deutsch)
Deutsch synchronisierte Verfilmungen über den Fall Joe Hunt sind nicht erhältlich. Es gibt aber zwei sehr bekannte Filme, die den damaligen Zeitgeist der Yuppie-Ära einfangen und andere Finanzskandale jener Jahre anspielen.
Oliver Stone: Wall Street (1987)
Der junge Börsenmakler Bud Fox (Charlie Sheen) will das schnelle Geld machen. Er gerät an den skrupellosen Spekulanten Gordon Gekko (Michael Douglas).
Martin Scorsese: The Wolf of Wall Street (2013)
Der Broker Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) hat sich ein System ausgedacht, mit dem er schnell Millionen verdienen kann. Er verkloppt nahezu wertlose »Penny-Stocks« an ahnungslose Kleinanleger. Dank seiner aggressiven Verkaufsstrategie feiert er Ende der 80er-Jahre exzessive Erfolge mit seiner Maklerfirma Stratton Oakmont. Während seine Anleger ihre Sparvermögen verlieren, führt Belfort ein Leben im exzessiven Luxus. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit.
Kapitelübersicht zum Fall Joe Hunt
- Kapitel 1: Der Billionaire Boys Club
- Kapitel 2: Ron Levin
- Kapitel 3: Die To-do-Liste