Rodney Alcala: Prozess und Todesurteil

Die Staatsanwaltschaft besaß Beweismittel und Indizien, die im Mordfall Robin Samsoe gegen Rodney Alcala sprachen, in Hülle und Fülle. Einziges Manko war, dass der Angeklagte ein vermeintliches Alibi vorweisen konnte. Alcala behauptete, am Tag der Entführung einen Vorstellungstermin bei einer Diskothek gehabt zu haben, bei der er sich für den Job eines Fotografen beworben habe.

Seine beiden Schwestern Christine De La Cerda und Marie Troiana bestätigten vor Gericht, dass ihr Bruder sie an dem fraglichen Nachmittag des 20. Juni aus dem Haus seiner Mutter angerufen habe. Tatsächlich konnte die Verteidigung einen Verbindungsnachweis vorlegen, auf dem die Telefonate auftauchten. Allerdings war damit nicht bewiesen, dass Rodney Alcala diese Gespräche geführt hatte. Genauso gut konnte die Mutter an diesem Tag mit ihren Töchtern gesprochen haben und nun versuchte die Familie, den Sohn beziehungsweise Bruder zu schützen.

Die Geschworenen schätzten jedenfalls die Aussagen so ein. Sie sprachen Rodney Alcala wegen vorsätzlichen Mordes schuldig. Normalerweise hatte dieser Schuldspruch eine lebenslängliche Freiheitsstrafe zur Folge. Doch Alcala hatte Robin Samsoe nicht nur getötet, sondern zudem entführt. Nach kalifornischem Recht wirkte sich dieser Umstand strafverschärfend aus und zog für Rodney Alcala die Todesstrafe nach sich.

Diese Besonderheit des amerikanischen Rechtswesens hatte sich nach der spektakulären Entführung des Lindbergh-Babys ergeben, die tödlich endete. Der Staat Kalifornien legte dieses neue Gesetz besonders hart aus. Der entsprechende Präzedenzfall war das Verfahren gegen Caryl Chessman, den sogenannten »Red Light Bandit«.

Präzedenzfall Caryl Chessman

Chessman hatte mit vorgehaltener Waffe zwei seiner Opfer gezwungen, aus ihrem Auto auszusteigen und ihn zu seinem eigenen Pkw zu begleiten. Dort nötigte er sie zu Oralverkehr. Die Distanz zwischen beiden Fahrzeugen betrug exakt sieben Meter.

Normalerweise drohte dem Angeklagten eine Verurteilung wegen Vergewaltigung, wahrscheinlich nur wegen sexueller Nötigung. Die Tatsache, dass er seine Opfer mit einer Schusswaffe bedroht hatte, hätte das Strafmaß von einigen wenigen Jahren auf etliche Jahre Gefängnis erhöht. Aber Chessman bekam die Todesstrafe. Entführung sei Entführung, so das Gericht. Die Entfernung spiele dabei keine Rolle.

Das Urteil löste viele Kontroversen aus, hatte jedoch nach wie vor Bestand. Alcala bekam das nun am eigenen Leib zu spüren. Wohlgemerkt: Das Gericht ahnte in diesem Moment noch nichts davon, dass Rodney Alcala ein Serienkiller war. Seine Glückssträhne war definitiv vorbei. Zumindest glaubten der Staatsanwalt und die Angehörigen des Mordopfers Robin Samsoe, dass dem so wäre. Doch in Wahrheit war dieses erste Verfahren gegen Rodney Alcala nur der Auftakt zu einem wahren Prozessmarathon. Denn ein Berufungsgericht erklärte das Urteil für ungültig.

Formale Verfahrensmängel

Der Oberste Gerichtshof des Staates Kalifornien entschied 1981, dass das Verfahren formelle Mängel aufwies. Die Richter monierten zum einen, dass die Geschworenen nicht von Alcalas früheren Verurteilungen hätten erfahren dürfen. Außerdem war der California Supreme Court davon überzeugt, dass zwei Gefängnisinsassen, die gegen Alcala ausgesagt hatten, jeweils Meineide geschworen hatten.

Die beiden Mithäftlinge hießen Robert Dove und Michael Herrera. Angeblich hatte Alcala Herrera verraten, dass er Robin Samsoe in sein Auto gelockt habe, indem er ihr Geld für die Fotos angeboten habe. Dove bezeugte, dass er dieses Gespräch belauscht habe. Außerdem habe Alcala gesagt, er habe das Mädchen nicht erstochen, sondern erschlagen. Herrera behauptete zudem, Rodney Alcala habe ihm das Versteck des Bonanza-Rades verraten: neben einem Secondhand-Laden in El Monte. Zumindest dieser Teil der Aussage war durch eine weitere Zeugenaussage gedeckt. Der Ladenbesitzer bezeugte vor Gericht, dass er in der Tat ein gelbes Fahrrad der Marke Schwinn hinter seinem Laden gesehen habe. Das Fahrrad blieb aber verschwunden.

Auch das nächste Verfahren scheitert

Das Verfahren wurde 1986 neu aufgerollt. Erneut sprachen die Geschworenen Rodney Alcala schuldig, erneut verhängte man gegen Rodney Alcala die Todesstrafe. Nun kassierte der Oberste Gerichtshof der USA das Urteil ein. Grund: Dana Crappa, eine wichtige Belastungszeugin im ersten Prozess, trat im zweiten Verfahren nicht mehr persönlich auf. Sie berief sich auf Erinnerungslücken aufgrund von Gedächtnisschwund. Dennoch hatte die Staatsanwaltschaft ihre Aussage aus dem ersten Verfahren in den neuen Prozess mit eingebracht. Der Richter hatte dies durchgehen lassen. Zu Unrecht, wie das Berufungsgericht monierte.

Verteidiger in eigener Sache

Dass Rodney Alcala ein Serienmörder war, stellte sich erst im Verlauf der langwierigen Berufungsverfahren heraus. So dauerte es bis 2003 – also 24 Jahre -, bis man ihm nach seiner Verhaftung nicht nur des Mordes an Robin Samsoe beschuldigte, sondern ihm auch die Vergewaltigung und Ermordung von Jill Barcomb, Georgia Wixted, Charlotte Lamb und Jill Parenteau zur Last legte. Rodney Alcala saß in San Quentin im Todestrakt ein und verblieb dort bis zum Prozessbeginn 2010. Der Serienkiller vertrieb sich die Zeit des Wartens mit Klagen und Eingaben.

Rodney Alcala - Dating Game Killer - Portrait 1997
Rodney Alcala, 1997
Quelle: San Quentin State Prison, California Department of Corrections and Rehabilitation

Die kalifornische Gefängnisverwaltung verklagte er, weil er während seiner Haftzeit ausgerutscht und gestürzt war. Zudem verlangte der gesundheitsbewusste Rodney Alcala, dass die Gefängniskantine von San Quentin kohlenhydratarme Speisen anbieten sollte. Er legte Beschwerde ein, dass die Ermittlungsbehörden routinemäßig DNA-Material von einem Tatort mit den Daten registrierter Straftäter abglichen. Diesbezüglich hatte er auch allen Grund, sich ernsthafte Sorgen zu machen.

Immerhin sollte man ihm dank dieses Fortschritts in der Forensik noch einige weitere Verbrechen nachweisen können. Er wehrte sich auch dagegen, dass die Fälle Samsoe, Barcomb, Wixted, Lamb und Parenteau in einem einzelnen Prozess verhandelt werden sollten. 1994 veröffentlichte er zudem im Selbstverlag ein Buch mit dem Titel: »You, the Jury« (»Sie, die Geschworenen«), in dem er alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe kategorisch abstritt.

Großer Fehler

Bei dieser Haltung blieb er auch während des Prozesses im Orange County. Rodney Alcala leugnete, einen der fünf Morde begangen zu haben. Allerdings machte er den Fehler, sich vor Gericht selbst zu verteidigen. Mit dieser Tour hatten sich schon Ted Bundy und Carl Hau mächtig auf die Schnauze gelegt. Und die hatten zumindest beide eine juristische Ausbildung. Rodney Alcala hingegen wurde regelmäßig an den Tisch von Richter Francisco Briseno zitiert, wo dieser ihm die Grundzüge der Prozessordnung erklärte.

Alcala überschätzte sich selbst und brachte die Geschworenen mit seinen zirkusreifen Aufführungen und theatralischen Gesten rasch gegen sich auf. So nahm er sich zum Beispiel selbst ins Kreuzverhör. »Mr. Alcala«, raunte sich der Anwalt Alcala dann mit einer tieferen Stimme als üblich selbst zu, »wo waren Sie am Nachmittag des 20. Juni 1979?« Der Verteidiger in eigener Sache wirkte einfach nur lächerlich und affektiert.

„The Dating Game“ als Beweismaterial

Rodney Alcala legte außerdem eine Kopie der Kassette von der Sendung »The Dating Game« als Beweismittel vor. Das Band sollte beweisen, dass er bereits bei seinem Auftritt in der TV-Show im September 1978 die Ohrringe getragen hatte, die angeblich Robin Samoes Mutter gehörten. Doch so sehr sich die Geschworenen auch bemühten, angesichts der miesen Bildqualität konnten sie allenfalls erkennen, dass Alcala damals irgendetwas im Ohr getragen hatte. Aber bestimmt nicht, ob es sich dabei um den besagten Schmuck gehandelt hatte.

Charlize Theron als aufmerksame Zuschauerin

In seinem Schlussplädoyer argumentierte Rodney Alcala, dass die Geschworenen selber zu Mördern würden, falls sie ihn schuldig sprächen. Um sein Argument zu unterstreichen, spielte er einen Ausschnitt aus Arlo Guthries Anti-Vietnam-Epos »Alice’s Restaurant« vor. Das Spektakel wurde im Übrigen von der bekannten Hollywoodschauspielerin Charlize Theron verfolgt, die sich gerade auf ihre Rolle als Serienmörderin Aileen Wuornos für den Film »Monster« vorbereitete.

Charlize Theron Monster

Dem Staatsanwalt fiel die Argumentation deutlich leichter. Er führte die zahlreichen DNA-Beweise vor und bemühte noch zwei Zeuginnen vor Gericht, die Alcalas Gewaltexzesse am eigenen Leib erlebt hatten: Tali Shapiro, die als Achtjährige vermutlich Alcalas erstes Opfer war, und Monique Hoyt. Zudem zitierte Staatsanwalt Matt Murphy noch aus den Befunden der Autopsie.

Stundenlange Folter

Fester Bestandteil von Rodney Alcalas Modus Operandi laut Autopsiebericht: Er hatte seine Opfer so lange gewürgt, bis sie ohnmächtig wurden. Dann ließ er sie wieder zu Bewusstsein kommen und fing erneut an, sie zu würgen. Er begann die Tortur mit bloßen Händen, wechselte irgendwann zu Strumpfhosen, Schnürsenkeln oder Gürteln über. Und während all dieser Zeit quälte und vergewaltigte er die Opfer. Die Frauen starben nicht kurz und schmerzlos. Sie mussten vor ihrem Tod ein stundenlanges Martyrium über sich ergehen lassen.

Am Ende des Prozesses sprachen die Geschworenen des Orange County Rodney Alcala im März 2010 in allen fünf Fällen wegen vorsätzlichen Mordes schuldig und verurteilten ihn damit zum Tode. Natürlich kündigte Alcala an, auch gegen dieses Urteil in Berufung zu gehen. Bis heute hat aber kein Gericht zu seinen Gunsten entschieden. Dafür wurde Rodney Alcala 2012 in New York wegen der Morde an Cornelia Crilley und Ellen Hover erneut angeklagt und am 7. Januar 2013 zu einer weiteren Gefängnisstrafe von 25 Jahren bis lebenslänglich verurteilt. Zunächst bestritt er, diese Morde begangen zu haben. Im Verlaufe des Verfahrens bekannte er sich dann allerdings schuldig, um ein milderes Urteil zu erwirken.

Tod

Rodney Alcala verstarb am 24. Juli 2021 im Alter von 77 Jahren in der Haftanstalt Corcoran State Prison. Laut Gefängnisbehörde trat der Tod aufgrund „natürlicher Ursachen“ ein.

Weitere mögliche Opfer von Rodney Alcala

Am Ende bleibt eine Frage offen: War das wirklich alles? Oder hat Rodney James Alcala, der „Dating Game Killer“, noch mehr Opfer auf dem Gewissen? 2010 wandte sich die Polizei von Huntington Beach an die Öffentlichkeit. Sie ließ rund 120 der tausend Fotos, die man 1979 in der Lagerbox in Seattle entdeckt hatte, in Zeitungen und im Internet veröffentlichen. Denn in zwanzig Jahren war es den Polizeibehörden nicht gelungen, einen Großteil der abgebildeten Personen zu identifizieren. Und die Beamten gaben sich nicht der Illusion hin, dass Rodney Alcala mit Informationen freiwillig herausrücken würde.

In einigen wenigen Fällen war auf der Rückseite ein Name oder eine Adresse vermerkt gewesen. So hatte Rodney Alcala z.B. Judy Cole (19) und Alice Feiring (13) 1977 zu einem Fotoshooting überredet. Glücklicherweise stellte sich in diesen Fällen heraus, dass die Personen noch lebten. In sechs Fällen meldeten sich Leute, die auf den Bildern Angehörige wiederzuerkennen glaubten, die seit langer Zeit als vermisst galten. Die daran anknüpfenden Ermittlungen der Polizei verliefen aber ergebnislos. Die meisten Abgebildeten sind nach wie vor nicht identifiziert. Es bleibt ein Rätsel, ob sich darunter weitere Opfer Rodney Alcalas befinden.

Pamela Jean Lambson

Darüber hinaus gilt Rodney Alcala in einigen bisher noch nicht geklärten Mordfällen als Hauptverdächtiger. Die Polizei des kalifornischen Marin County ist zum Beispiel überzeugt, dass Alcala die 19-jährige Pamela Jean Lambson ermordet hat. Die junge Frau verschwand am 7. Oktober 1977 nach einem Trip zu dem berühmten Ausflugsziel »Fisherman’s Wharf« [Link zu Wikipedia-Artikel] in San Francisco. Bekannte von Lambson berichteten der Polizei, dass sie dorthin aufgebrochen sei, um einen Mann zu treffen. Der habe ihr zuvor versprochen, Fotos von ihr zu schießen.

Ihre nackte Leiche fand man einen Tag später am Rande eines einsamen Wanderpfads am Mount Tamalpais im Marin County. Pamela Lambson war vergewaltigt, erwürgt und erschlagen worden. Rodney Alcalas Modus Operandi war praktisch identisch. Aber das DNA-Material, das die Polizei am Tatort gesichert hatte, taugte aufgrund der langen Lagerung nicht mehr für einen DNA-Vergleich. Die Polizei des Marin County ist dennoch von Alcalas Schuld überzeugt und hat die Akte Lambson im März 2011 geschlossen. Der Fall ist aus Sicht der zuständigen Kriminalbeamten geklärt. Alcala schweigt zu den Vorwürfen.

Antoinette Whitaker und Joyce Gaunt

Zudem steht Alcala unter Verdacht, im Juli 1977 die 13-jährige Antoinette Whitaker und im Februar 1978 die 17-jährige Joyce Gaunt ermordet zu haben. Die Leiche von Antoinette Whitaker wurde auf einem Baugrundstück im Nordosten von Seattle gefunden, die sterblichen Überreste der geistig behinderten Joyce Gaunt im Seward Park, der ebenfalls in Seattle gelegen ist. Seitdem man das Schließfach entdeckt hat, weiß die Polizei, dass Rodney Alcala einen Bezug zu Seattle hatte.

Cherry Greenman

Rodney Alcala - Dating Game Killer - Cherry Greenman
Cherry Greenman

Außerdem untersucht das in Seattle ansässige Sheriffbüro des King County, ob Alcala in Verbindung mit dem Mord an Cherry Greenman zu bringen ist, die 1976 im Alter von 19 Jahren aus Waterville, Washington, verschwand. Die King County Police hatte ursprünglich den »Green River Killer« Gary Ridgway für diese Tat im Verdacht.

Christine Ruth Thornton

Im Sommer 2016 verzeichnete die landesweite Fahndung nach potenziellen weiteren Opfern Alcalas mittels seiner Fotosammlung einen ersten konkreten Erfolg. Kathy Thornton glaubte, ihre seit 1977 vermisste Schwester Christine wiederzuerkennen, die auf einer Reise von Texas nach Montana spurlos verschwunden war.

Ein erster Kontakt zur zuständigen Polizeibehörde in Huntington Beach verlief jedoch ergebnislos. Kathy Thornton sandte daraufhin eigenes DNA-Material an die University of North Texas. Die Universität beteiligte sich an dem landesweiten Projekt NAMUS. Bei NAMUS handelte es sich um eine Datenbank, in der die DNA von vermissten Personen oder deren direkten Verwandten zusammengeführt wird. Polizeidienststellen aus den ganzen USA konnten die Daten mit der DNA von Toten abgleichen, die sich bisher nicht identifizieren ließen.

Im Falle Christine Thornton landete man einen Volltreffer. Die Polizei von Sweetwater County aus dem südwestlichen Wyoming führte einen ungelösten Mordfall in den Akten, zu dem die sterblichen Überreste einer jungen, schwangeren Frau zählten. Ihre Gebeine wurden 1982 nahe der Stadt Granger aufgefunden, lange nachdem sie zu Tode gekommen war. Ein Abgleich der Knochen-DNA mit den Daten von Kathy Thornton ließ keinen Zweifel offen: Die Tote war ihre 1977 verschwundene Schwester.

Die Polizei verglich anschließend das von Alcala geschossene Foto der Toten mit dem Leichenfundort. Ergebnis: Das Foto musste in der unmittelbaren Umgebung entstanden sein, vermutlich kurz vor ihrer Ermordung. Die Beamten vernahmen darüber hinaus Rodney Alcala. Er gab zu, dass er der Fotograf des Bildes war. Er stritt jedoch ab, Christine Thornton getötet zu haben.

Obwohl Polizei und Schwester Kathy überzeugt sind, dass Rodney Alcala Christine Thorton ermordet hat, wird wohl in diesem Fall kein Verfahren gegen ihn eröffnet. Zum Zeitpunkt der Polizeibefragung zeigte Alcala bereits Anzeichen einer Demenzerkrankung und befand sich ärztlicher Behandlung. Den Angehörigen von Christine Thornton bleibt nur die Gewissheit, dass ihr Mörder niemals mehr das Gefängnis als freier Mann verlassen wird.

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Filme zum Fall Rodney Alcala

Es gibt momentan leider über den Fall Rodney Alcala keine Doku in Deutsch. Abgesehen von dem „Dating Game“-Video existieren zwei ausführliche Dokumentationen in englischer Sprache.

Dokumentationen (englisch)

The Killing Game

In der Rodney-Alcala-Doku „The Killing Game“ aus der Reihe „48 Hours“, die vom amerikanischen Sender CBS produziert wurde, treten mehrere Zeitzeugen auf, die über Rodney Alcala im Film berichten. U.a.:

  • Steve Hodel, leitete 1968-1971 für das LAPD die Ermittlungen gegen Alcala
  • Matt Murphy, Staatsanwalt im dritten Prozess gegen Rodney Alcala
  • Bridget Wilvert, Freundin von Robin Samsoe, die am Tag von Robins Verschwinden ebenfalls von Rodney Alcala angesprochen wurde
  • Marianne Connelly, Mutter von Robin Samsoe
  • Robert und Tim Samsoe, Brüder von Robin Samsoe
  • Elizabeth Kelleher, ehemalige Lebensgefährtin von Rodney Alcala
  • Lorraine Werts, Zeugin aus Sunset Beach, deren Foto man im Besitz von Alcala fand
  • Anna Michelena, Schwester von Georgia Wixted

True Crime

Der zweite Film über Rodney Alcala stammt aus der Reihe „True Crime“ und wurde 2010 vom Discovery Channel hergestellt. In dem Film tauchen u.a. folgende Zeitzeugen auf:

  • Tali Shapiro, die 1968 als 8-Jährige ein Opfer von Alcala wurde
  • Monique Hoyt, ein weiteres Opfer von Alcala
  • Leon Borstein, Verlobter des Alcala-Opfers Cornelia Crilley
  • Marianne Connelly, Mutter von Robin Samsoe
  • Matt Murphy, Staatsanwalt im 3. Prozess gegen Rodney Alcala

Fernsehfilme

Dating Game Killer (2017)

Der TV-Film wurde im Auftrag von Investigation Discovery produziert. Regie führte Peter Medak, in der Hauptrolle als Rodney Alcala Guillermo Díaz. Das biografische Drama basiert zwar auf den Fakten, nimmt sich aber hier und da „künstlerische Freiheiten“.

Bücher zum Fall Rodney Alcala

Sachbuch (englisch)

Stella Sands: The Dating Game Killer

Das einzige Buch, das sich meines Wissens ausführlich mit dem Fall des Serienmörders Rodney Alcala beschäftigt, stammt von der amerikanischen Autorin Stella Sands.

Die Darstellung ist sehr umfangreich und detailliert. Nach meinem Empfinden hat das Buch aber seine Schwächen. So tauchen reihenweise Kapitel auf, die nur aufzählen, welche Musik oder Filme in einem bestimmten Jahr der 1970er angesagt waren. Oder die Autorin zitiert kapitelweise Begriffsdefinitionen aus irgendeinem Handbuch für Forensiker. Atmosphäre geht irgendwie anders.

Sammelband (deutsch)

Lydia Benecke: Auf dünnem Eis – Die Psychologie des Bösen

Zudem behandelt die Autorin Lydia Benecke den Fall in einem der Kapitel ihres Bestsellers „Auf dünnem Eis – Die Psychologie des Bösen“ sehr ausführlich. Wenn man also genauere Details über Rodney Alcala in Deutsch erfahren möchte, dann lohnt sich der Griff zu diesem Buch. Lydia Benecke folgt im Wesentlichen der Darstellung von Stella Sands.

Kapitelübersicht zum Fall Rodney Alcala

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