Categotry Archives: Elisabeth Wiese

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(4) Prozess gegen Elisabeth Wiese in Hamburg

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Als Elisabeth Wiese in Hamburg in Untersuchungshaft saß, setzte sie nochmals alle Hebel in Bewegung, um einer Verurteilung zu entkommen. So bat sie eine ehemalige Mitbewohnerin, vor Gericht eine Falschaussage zu machen, und bot ihr im Gegenzug Geld an. Sie müsse nur beschwören, sie mit den Pflegekindern gesehen zu haben. Und dass die Kinder von Damen der feinen Gesellschaft abgeholt worden waren. Wer sollte ihr einen Meineid nachweisen können? Schließlich könne ja auch niemand das Gegenteil beweisen. Den gleichen Vorschlag unterbreitete die bauernschlaue Wiese auch einer Mitgefangenen, die die Geschichte natürlich brühwarm der Polizei weitererzählte. Elisabeth Wieses Bestechungsversuche waren damit aufgeflogen und brachten ihr vor Gericht weitere Minuspunkte ein. Weiterlesen →

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(3) Die Ermordung des eigenen Enkelkinds

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Dann meldete sich die Tochter von Elisabeth Wiese, Paula Berkefeld, bei der Polizei. Sie berichtete, dass sie 1902 schwanger geworden sei, als ihre Mutter sie auf den Strich geschickt habe. Im Sommer 1902 sei sie deshalb vorübergehend von England nach Deutschland zurückgekehrt, um das Kind in Hamburg zur Welt zu bringen. Sie habe in der Zeit Unterschlupf bei dem 74-jährigen Schuhmacher Schröder gefunden, einem Freund der Familie. Nun ja, eigentlich einem Geliebten ihrer Mutter.

Kurz vor der Niederkunft sei sie bei einem Arzt gewesen. Der habe ihr schleunigst geraten, das Krankenhaus in Eppendorf aufzusuchen und dort ein Zimmer zu nehmen, bis das Kind zur Welt gekommen sei. Das habe sie sich aber nicht leisten können und deshalb die Wehen abwarten wollen. Die hätten dann schließlich auch eingesetzt, wären aber so heftig ausgefallen, dass ein Gang in die Klinik unmöglich gewesen sei. Der Schröder habe sich dann nicht anders zu helfen gewusst und sei zu Paulas Mutter gegangen, die er um Hilfe gebeten habe. Weiterlesen →

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(2) Die verschwundenen Kostkinder

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In Hamburg gab es reichlich Dienstmädchen, die mit dem Sohn ihrer Herrschaft ein Verhältnis anfingen. Ob freiwillig oder gezwungenermaßen sei mal dahingestellt. Häufig genug entsprang solch einer Verbindung ein Kind, das die Frauen nie großziehen konnten. Aber sie hatten ein regelmäßiges Einkommen. Ein paar Notgroschen im Sparstrumpf. Und vielleicht konnten sie sogar den Vater des Kindes anzapfen, wenn man ihn ein wenig unter Druck setzte. Elisabeth Wiese witterte Geld. Viel Geld. Die einzige Witterung, die diese Höllenhündin offensichtlich aufnehmen konnte. Weiterlesen →

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Elisabeth Wiese – Die Engelmacherin von St. Pauli

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Mindestens fünf Säuglinge. Vielleicht auch sechzehn. Darunter das eigene Enkelkind. Im Küchenofen verbrannt. Oder als Paket verschnürt in die Elbe geschmissen. Das waren die Verbrechen, derer man Elisabeth Wiese aus St. Pauli im Oktober 1904 vor einem Hamburger Gericht anklagte. Ihr Motiv: die pure Geldgier. Weiterlesen →