Categotry Archives: Arlis Perry

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(8) Arlis Perry – Opfer einer satanistischen Verschwörung?

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Jahre später kam erneut Bewegung in den Fall. Im Februar 1979 erhielt Lieutenant Terry Gardner vom Ward County Sheriff Department in Minot, North Dakota, ein seltsames Päckchen. Es enthielt lediglich ein Buch über Hexerei mit dem Titel »Anatomy of Witchcraft«. In dem Büchlein war eine Stelle dick unterstrichen. Sie beschrieb einen satanischen Kult namens »Process Church« und das Zitat lautete: »Du sollst töten. Sie sagen, dass ihre Bestimmung darin liegt, das Ende der Welt herbeizuführen – durch Mord, Gewalt und Chaos. Aber sie, die Auserwählten, würden das Chaos überleben und eine neue Welt zum Ruhme Satans erbauen.« Neben dem Zitat stand eine handschriftliche Anmerkung: »Arlis Perry. Gejagt, verfolgt und erlegt. Nach Kalifornien gefolgt. Stanford University.« Weiterlesen →

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(7) Die Bundy-Connection

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Den Sarg mit der Leiche von Arlis Dykema Perry überführte man nach dem Gedenkgottesdienst in der Stanford Memorial Church in ihre Heimatstadt Bismarck. Dort ereigneten sich nach der Bestattung der Leiche zwei weitere seltsame Vorfälle, für die es keine befriedigende Erklärung gab. Zum einen verschwand wenige Tage nach ihrer Beerdigung ein Marker von ihrem Grab. Es war unwahrscheinlich, dass es sich dabei um einen zufälligen Akt von Vandalismus gehandelt hatte. Denn an keinem der anderen Gräber ließen sich irgendwelche Beschädigungen feststellen.

Klar, möglicherweise hatte sich ein verrückter Souvenirjäger an der Grabstätte vergriffen. Arlis Dykema Perry war durch den Mord unfreiwillig zur Berühmtheit in der Kleinstadt geworden. Aber auch ihr Mörder hatte bereits nachweislich mehrere persönliche Gegenstände von Arlis Perry an sich genommen. Aller Voraussicht betrachtete er sie als seine Trophäen. Man konnte nicht ausschließen, dass ihr Grab erneut seine Begehrlichkeiten geweckt hatte. Weiterlesen →

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(6) Der mysteriöse Besucher

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Am Dienstag, dem 15. Oktober, fand ein Gedenkgottesdienst für Arlis Perry statt. Ausgerechnet in der Memorial Church, am Schauplatz des Verbrechens. Vielen der Trauergäste, insbesondere Ehemann Bruce Perry, fiel es sichtlich schwierig, mit dieser Situation umzugehen. Der Pfarrer tat sein Bestes, dem sinnlosen Tod der jungen Frau eine würdige Bedeutung abzuringen.

Der Trauergemeinde gehörten auch Arlis Perrys Kollegen aus der Anwaltskanzlei an. Einer der Angestellten traute seinen Augen nicht, als er im Anschluss an die Messe der Familie Perry sein Beileid bekundete. Der Mann, der sich ihm als Bruce Perry vorstellte, war definitiv nicht der Bruce Perry, den er erwartet hatte. Weiterlesen →

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(5) Die Ermittlungen

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Als Bruce Perry den Ermittlern die Tür öffnete, trat er ihnen in einem blutverschmierten T-Shirt entgegen. Harmlos und unschuldig geht anders. Zunächst setzten die Polizisten ihn davon in Kenntnis, dass man die Leiche von Arlis Perry gefunden hatte. Bruce Perry zeigte sich schockiert und brach in Tränen aus. Er erzählte den Beamten seine Version der Ereignisse am letzten Abend. Als er ihnen von dem Streit berichtete, schauten sich die Beamten unwillkürlich an.

Das wurde ja immer besser. Die typische Schutzbehauptung eines Schuldigen. Falls zufällig ein Zeuge den Streit beobachtet hatte. Bruce Perry merkte, dass die Polizisten ihn zunehmend kritisch beäugten. Er schwor, dass es sich bei dem Streit wirklich nur um eine Lappalie gehandelt habe. Und das Blut auf seinem Hemd? Das Verschwinden habe ihn emotional aufgewühlt. Und er bekäme immer Nasenbluten, wenn er gestresst sei. Da könnten sie jeden fragen, der ihn kenne. Weiterlesen →

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(4) Der Fund der Leiche

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Um 5.30 machte Wachmann Steve Crawford erneut an der Memorial Church Station. Bei dieser Gelegenheit entdeckte er zu seinem Erstaunen, dass die Seitentür auf der rechten Seite des Gebäudes offenstand. Den Spuren nach zu urteilen, war jemand aus dem Inneren ausgebrochen. Wenn die Angaben des Sicherheitsmannes und der Polizisten stimmten – daran gab es später durchaus Zweifel – musste dieser Ausbruch also zwischen 3.00 und 5.30 Uhr stattgefunden haben. Weiterlesen →

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(3) Eine Frau verschwindet

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Als Bruce Perry sein Zimmer erreicht hatte, war der Ärger schon wieder verraucht. Inzwischen nagten tatsächlich die Gewissensbisse an ihm, die ihm seine Frau prophezeit hatte. Er tigerte unruhig hin und her. Schließlich entschloss er sich, Arlis entgegenzugehen und sich bei ihr zu entschuldigen. Das würde sie versöhnen.

Bruce Perry wusste, dass die Kirche um Mitternacht geschlossen wurde. Nach seiner Berechnung müsste er Arlis auf ungefähr halber Strecke begegnen. Zu seiner Überraschung war das nicht der Fall. Weder lief er ihr auf dem restlichen Weg in die Arme, noch stand sie vor der Kirche herum. Um 0.15 Uhr gelangte er vor dem Hauptportal der Memorial Church an. Die Türen waren verschlossen. Er überprüfte noch einen Seitengang, der ebenfalls verriegelt war, und ging einmal um die Kirche herum. Keine Spur von seiner Frau. Bruce Perry war ratlos. Er beschloss, den übrigen Campus abzusuchen. Weiterlesen →

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(2) Ein harmloser Streit

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Am Abend des 11. Oktober 1974, einem Samstag, saß Bruce Perry gegen 23.30 Uhr immer noch über seinen Büchern. Seine Frau unterbrach ihn kurz und sagte ihm, dass sie schnell ein paar Briefe an Freunde und Verwandte zu Hause in Bismarck einwerfen wolle. Bruce Perry hatte Arlis an diesem Tag kaum Beachtung geschenkt, so sehr war er ins Lernen vertieft gewesen. Nun wurde er gewahr, dass seine Frau niedergeschlagen wirkte. Er bekam ein schlechtes Gewissen. Vielleicht sollte er die Bücher für eine halbe Stunde mal Bücher sein lassen und Arlis auf einem Spaziergang begleiten.

Vernünftige Idee. Aber irgendwo im Verlaufe dieses Spaziergangs musste der Schuss nach hinten losgegangen sein. Denn die beiden gerieten in eine hitzige Auseinandersetzung. Wie Bruce Perry später behauptete, habe es sich dabei um eine lächerliche Lappalie gehandelt. Das Gespräch habe sich um einen Reifen an ihrem Wagen gedreht, der seit geraumer Zeit Luft verloren habe. Sowohl er als auch seine Frau hätten wohl erwartet, dass der jeweils andere sich um die fällige Reparatur kümmere. Weiterlesen →

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Arlis Perry – Mord in Stanford

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Die Elite-Uni Stanford im kalifornischen Silicon Valley ist wohl einer der letzten Plätze auf Erden, an dem man schwarze Messen, Menschenopfer und rätselhafte Morde erwarten würde. Der Mordfall Arlis Perry weist aber all diese Merkmale auf und beschäftigt seit vierzig Jahren die Gemüter, weil er nach wie vor ungeklärt ist. (Das war der Stand der Dinge, als ich den Artikel 2014 verfasste. Inzwischen gilt der Mordfall als geklärt, siehe Kapitel 8.)

Am 12. Oktober 1974 fand man inmitten der Memorial Church, der zentralen Campuskirche, die Leiche der 19-jährigen Ehefrau eines Stanford-Studenten. Der Leichnam der vergewaltigten Frau lag nur wenige Schritte vom Altar entfernt. Der oder die Täter hatten einige Mühe darauf verwendet, die Tote sehr auffällig in Szene zu setzen. Bis heute ist unklar, wann und wie der Mörder in die Kirche hinein- und wieder hinauskam. Der Fall Arlis Perry ist die Art von Geschichte, die eine Agatha Christie oder ein John Dickson Carr zu einem ihrer berühmten locked room mystery hätten verarbeiten können. Weiterlesen →