Dr. A. R. Brix

Dr. A. R. Brix gehört zu den Randfiguren auf der Verdächtigenliste von Lieutenant Frank Jemison. Anders als viele andere Personen auf der Liste war er weder ein Bekannter aus Elizabeth Shorts sozialem Umfeld noch ein Mann, der nachweislich Zeit mit ihr verbracht hatte. Sein Name tauchte lediglich auf, weil die Polizei nach dem Mord eine Visitenkarte des Arztes unter den persönlichen Gegenständen des Opfers fand.

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Eine einmalige Konsultation

Als die Ermittler Dr. Brix befragten, erklärte dieser, Elizabeth Short habe seine Praxis lediglich ein einziges Mal aufgesucht. Bei diesem Besuch habe sie sich nach den Kosten einer Behandlung wegen sogenannter „female trouble“ erkundigt. Mit diesem damals gebräuchlichen Begriff wurden häufig gynäkologische Beschwerden oder andere gesundheitliche Probleme von Frauen umschrieben.

Nach Aussage des Arztes sei es jedoch bei diesem Beratungsgespräch geblieben. Elizabeth Short habe keinen weiteren Termin vereinbart und sei nie wieder in seine Praxis zurückgekehrt.

Eine offene Ermittlungsfrage

Interessant ist ein Detail in Jemisons Bericht. Dort wird ausdrücklich vermerkt, dass die Terminbücher und Patientenunterlagen des Arztes nie überprüft worden seien. Diese Bemerkung bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass Jemison einen konkreten Verdacht gegen Brix hegte. Vielmehr zeigt sie, dass bestimmte Ansätze offenbar 1947 nie vollständig verfolgt wurden. Ob sich in den Praxisunterlagen zusätzliche Hinweise auf Elizabeth Short oder andere relevante Personen befanden, blieb daher ungeklärt.

Warum geriet er auf die Verdächtigenliste?

Der Verdacht gegen Dr. Brix beruhte letztlich nicht nur auf der Visitenkarte, die bei Elizabeth Short gefunden wurde. Er war Arzt und verfügte somit über medizinische Fachkenntnisse.

Gerade der letzte Punkt dürfte im Black-Dahlia-Fall eine Rolle gespielt haben. Viele Ermittler gingen davon aus, dass die Verstümmelungen und die präzise Durchtrennung des Körpers zumindest gewisse anatomische Kenntnisse voraussetzten. Deshalb gerieten auffällig viele Ärzte, Medizinstudenten und Personen mit medizinischem Hintergrund in den Fokus der Ermittlungen.

Konkrete Beweise gegen Dr. Brix fanden die Ermittler jedoch nie. Nach dem heutigen Kenntnisstand spricht nichts dafür, dass sein Kontakt zu Elizabeth Short über die einmalige Konsultation hinausging. Damit bleibt er einer der schwächsten und am wenigsten belasteten Namen auf Jemisons Verdächtigenliste.

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