Tag Archives: Raubmord

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Der zersägte Oberstleutnant Roos

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Mönchengladbach, 1905. Oberstleutnant Roos ist durchaus wohlhabend, aber bewahrt kaum Bargeld in seinem Haus auf. Seine Mörder meinen, es besser zu wissen. Die Verbrecher sind völlig gewöhnliche Menschen, ohne Vorstrafen, eher gut beleumundet. Mit einer Eiseskälte sondergleichen misshandeln und zerstückeln sie ihr Opfer und gehen anschließend zur Tagesordnung über, als sei nichts geschehen. Weiterlesen →

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Karl Rudolf Hennig – Mord am Wannsee

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Es gibt ja Zeitgenossen, die behaupten, Schadenfreude sei ein rein deutsches Vergnügen. Als Beweis führen sie gerne an, dass in anderen Sprachen gar kein Begriff für diese spezielle Art des Frohsinns existiere. Das Englische etwa habe sich gleich beim Deutschen bedienen müssen, um diesen wunderlichen Gemütszustand adäquat benennen zu können. Nun ja. Ich habe da so meine Zweifel, ob die Menschen nicht auch andernorts in spontanes Gelächter ausbrechen, wenn jemandem ein Missgeschick der harmloseren Art widerfährt. Was aber auf jeden Fall richtig ist: Schadenfreude erfreut sich hierzulande enormer Beliebtheit.

Die Schadenfreude richtet sich dabei auch gerne gegen die Mächtigen und Reichen oder deren Helfershelfer, wenn die mal so richtig schön auf die Schnauze fallen, im wörtlichen wie übertragenen Sinne. Eines der bekanntesten Beispiele dafür dürfte der Hauptmann von Köpenick sein, dessen erfolgreicher Mummenschanz den meisten Menschen in Deutschland noch heute geläufig ist. Interessanterweise hatten die Berliner in demselben Jahr, in dem Schustergeselle Wilhelm Voigt die falsche Offizieruniform überzog, ein zweites Mal Gelegenheit, sich der ungehemmten Schadenfreude über depperte preußische Beamte hinzugeben.

Karl Rudolf Hennig - PorträtDabei war der Fall Karl Rudolf Hennig gänzlich anders gelagert. Bei dem Raubmörder Hennig handelte sich im Unterschied zu Wilhelm Voigt tatsächlich um einen gemeingefährlichen Verbrecher. Hennig hatte einen eiskalten Mord begangen und zögerte auch nicht, mal mitten in eine Menschenmenge hineinzuschießen. Und dennoch sorgte die Tatsache, dass er den Kriminalbeamten unmittelbar vor der Tür zum Polizeirevier entwischt war, für Heiterkeit und Spott unter der Berliner Bevölkerung. Zudem trug seine spektakuläre und absolut hollywoodreife Flucht über die Dächer von Berlin dazu bei, dass der Mann alsbald das Stadtgespräch Nummer eins war. Weiterlesen →